Mittwoch, 18. Januar 2017, 17:06 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Cröhnchen-Klub Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

sandra1979

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 22

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

1

Donnerstag, 15. Mai 2008, 10:57

schmerzen in den gelenken

halli hallo!

ich wollte mal nachfragen, ob jemand von euch probleme mit den gelenken hat.

vor ca. 2 wochen nämlich hatte ich massive schmerzen in den sprung-, knie- und handgelenken. nach 1 tag sind die schmerzen dann gewandert - zuerst nur die füße, am nächsten tag nur die hände - und nach ein paar tagen war alles wieder weg.

kennt das jemand von euch?

lg sandra

Pueppchen

unregistriert

2

Donnerstag, 15. Mai 2008, 11:08

ich hab immer gelenkschmerzen :( hab da mal nen thread dazu verfasst vor einiger zeit und viele tolle antworten gekriegt. schau einfach mal in der suche vielleicht hilft es dir auch ein wenig :)

sandra1979

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 22

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

3

Donnerstag, 15. Mai 2008, 13:10

he danke, hab deinen beitrag gefunden. hört sich ja ganz arg an! hast du mittlerweile irgendwas in richtung reha gemacht?

wie hat das bei dir angefangen? auch ein paar tage und dann nix mehr, oder gleich dauerschmerzen?
ich mein, muss ich jetzt öfter damit rechnen?

Pueppchen

unregistriert

4

Donnerstag, 15. Mai 2008, 14:40

ich kann natürlich nicht von mir auf dich schließen...
ich hatte anfangs glaub ich nur manchmal schmerzen. Mit der Zeit und je länger die cortitherapie gedauert hat, desto schlimmer ist es eigentlich geworden.

Ich gehe halt 1x die woche zur Physiotherapie und versuche so weit es geht mich zu bewegen. Wenn ich mich stark genug fühle, dann gehe ich ins fitness. Wenn ich mich zu schwach fühle versuche ich spazieren zu gehen. wenn ich mich dabei ablenke und zum beispiel die Kamera mitnehme und ein bisschen fotografiere, dann lenkt mich das stark genug ab, sodass ich nicht mehr so stark an meine gelenke denken muss.
Das klingt total dumm, ich weiß, aber ich versuche es einfach soweit zu ignorieren und als selbstverständlich hinzunehmen wie es nur geht. das macht die situation für mich bei weitem erträglicher.
Solange ich das Corti nehmen muss ist es nunmal so. Das muss ich eben akzeptieren.

Außerdem habe ich mir noch ein prima Moorkissen zugelegt und lege es mir auf die schmerzenden stellen. Mein kissen ist ein Wunderkissen :) es zaubert die schmerzen weg quasi. Es hilft meinem freund sogar bei seinen Kopfschmerzen und nackenschmerzen.

Frag mal bei deinem Orthopäden nach ob du bei Schmerzen lieber kühlen oder wärmen sollst... Ich mache verschiedene stellen mit verschiedenen Temperaturen. Nacken/Rücken, Hüft und beckenschmerzen sowie handgelenk, ellbogen behandle ich mit wärme. Die Beine und die passenden gelenke dazu behandle ich mit kälte (Quark oder Eis oder ein kaltes moorkissen)

Beiträge: 277

Danksagungen: 924

Geburtstag: 16. November 1981 (35)

CED: Morbus Chron

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Tante

5

Donnerstag, 15. Mai 2008, 17:05

Hallo Lady Vanilla,

auch ich kenne die Schmerzen in den Gelenken. Leider sind sie trotz dessen, dass ich bereits seit 3 Monaten kein Cortison mehr nehme nicht verschwunden.
Hauptsächlich war es am Anfang in den Ellenbogen und Fingergelenken, dann immer die Knie und mittlerweile auch die Sprunggelenke. Da läuft man dann wie auf Eiern.
Aber auch ich tue einfach so, als wäre es normal. Für mich persönlich ist es ja auch so.
Das mit dem Moorkissen muss ich mir mal merken. :daumenh:

Muffin

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 27

Danksagungen: 261

Geburtstag: 27. Juli 1971 (45)

CED: colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

6

Donnerstag, 15. Mai 2008, 20:48

Hallo Sandra,

ich habe auch ohne Cortison immer wieder Gelenkschmerzen. Meist wandern sie in den Finger-, Hand-, Ellenbogen- und Schultergelenken umher und verschwinden nach einigen Tagen wieder.
In der Reha hat der Arzt mir gesagt, dass das eine typische Nebenerscheinung von CU und MC ist, auch dass plötzliche kommen und gehen, bzw. wandern sei typisch.

Gruß Muffin

Pueppchen

unregistriert

7

Donnerstag, 15. Mai 2008, 22:15

Zitat

Original von Muffin

In der Reha hat der Arzt mir gesagt, dass das eine typische Nebenerscheinung von CU und MC ist, auch dass plötzliche kommen und gehen, bzw. wandern sei typisch.

Gruß Muffin


das hat mir mein orthopäde auch gesagt. Wenn ich schmerzen habe, also akute, dann soll ich kommen und er hilft mir dann... aber wie? ich trau mich nicht so recht, auf vollgastabletten hab ich nämlihc im moment überhaupt keine Kraft und keinen Nerv...

martini

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 134

Danksagungen: 171

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

8

Donnerstag, 15. Mai 2008, 22:56

RE: schmerzen in den gelenken

Hallo Sandra,

auch bei mir ist es so.

Einmal die Knöchel, die Knie, die Finger ... mal sehr schmerzhaft, mal weniger. Genau so, wie du auch beschreibst.
Ich habe vom Arzt Schmerztabletten bekommen. Habe die Schmerzen aber auch ohne Medikamente aushalten können. Ich habe mich damit abgefunden.

Zur Zeit ist es nicht soo schlimm bei mir. Vielleicht, weil ich seit ca. 2 Wochen kein Corti mehr nehme?

Aber so wie ich jetzt hier lese, bleiben uns die Gelenkschmerzen auch ohne Cortison erhalten?? :daumenr:

Alles Gute
martini

Muffin

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 27

Danksagungen: 261

Geburtstag: 27. Juli 1971 (45)

CED: colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

9

Donnerstag, 15. Mai 2008, 23:48

Hallo Lady Vanilla,

an Fingern und Hand hilft mir ganz gut, wenn ich sie tape. Inzwischen haben sich meine Kollegen auch daran gewöhnt, dass ich erst ein paar Tage, die eine und dann die andere Hand getapt habe. Die ersten Male ging's so : Ähm Moment mal, war das gestern nicht noch die andere (so nach dem Motto: hast du da nicht was verwechselt?)

Wenn's richtig heftig schmerzt nehm ich halt noch Novalgin Tropfen. Dass ich kein Diclo und Ibupofen nehm hat mein Orthopäde inzwischen auch begriffen, wobei ich mir die Tropfen meistens bei meinem Hausarzt hole, da brauch ich am Telefon nicht immer so lang erklären, warum und wieso.

Gruß Muffin

sandra1979

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 22

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

10

Freitag, 16. Mai 2008, 10:10

danke euch allen für die antworten!

bei mir sind die schmerzen aufgetaucht, und da war weit und breit kein kortison in der nähe... zum aushalten waren die schmerzen zwar, aber auch nur in ruhe. kaum wollte ich etwas aufschrauben oder so, hab ich es auch gleich wieder gelassen.

im akutfall kann ich mexalen oder so nehmen, hat mein arzt gesagt. obs was hilft, werden wir ja dann sehen...

Ulli1975

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 67

Danksagungen: 393

Geburtstag: 30. Mai 1975 (41)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

11

Freitag, 16. Mai 2008, 23:02

Hallöchen!!

Nach mittlerweile 10 Jahren MC habe ich seit einigen Monaten auch immer wieder Gelenkschmerzen. (Hab allerdings noch nie Cortison genommen). Bei mir kommen und gehen die Schmerzen auch verschieden. Mal schmerzt es eine Woche lang, dann ist 2-3 Wochen wieder Ruhe. Medis nehm ich zur Zeit keine, auch keine Schmerzmittel. War auch deswegen noch nicht bei meinen Internisten. Mit meiner Hausärztin hab ich aber schon darüber gesprochen, die meinte aber nur, dass ist eben die Begleiterkrankung von MC.
LG ULLI

Amica

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 49

CED: M. Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

12

Samstag, 17. Mai 2008, 10:09

RE: schmerzen in den gelenken + Info + Frage

Hallo zusammen :gruppe:
wie gut, dass dieses Thema mal wieder angesprochen wurde. Denn es ist ein wichtiger Bestandteil von CED, was leider(auch von Ärzten) viel zu wenig Beachtung findet!

Habe in letzter Zeit auch einiges dazu erfragt, denn ich leide seit Februar massiv darunter.
Zu meiner Vorgeschichte:
Als mein Crohn im Jahr 2000 festgestellt wurde, hatte ich so starke Knie- und Fußgelenksbeschwerden, dass ich nur mit Hilfe von Krankenschwestern vom Bett oder von der Toilette zum "Stehen" verholfen werden konnte und gerade mal den Weg vom Klo bis zum Bett an den Handläufen unter Schmerzen langschleichen konnte und ansonsten im Rollstuhl gefahren werden musste.
Anfangs nahmen die Ärzte im KH diese Beschwerden nicht ernst, doch als ich nach 3 Wochen immer noch nicht wirklich gehen konnte, stellte man mich auf den Kopf mit Röntgen, Knochenszintigramm, CT usw. Doch es ergab keinen "richtigen" Befund und die Ärzte waren ratlos und gaben mir nur starke Schmerzmittel (damals Tramal).
Nach einger Zeit erkannte man so ungefähr, dass es wohl mit dem Crohn zusammen hängt.
In den folgenden Jahren hatte ich immer mal wieder Gelenkbeschwerden, hauptsächlich in den Kniegelenken, aber auch an Finger-, Ellenbogen-, Fußgelenke-, Schulter- und Nackenbereich und Hüfte. Das kam und ging manchmal schnell, manchmal dauerte es etwas länger, so dass ich mir manchmal dachte, ich hätte mir das nur eingebildet (man wird ja mit der Zeit auch selber kirre und denkt sich, ist das nun wirklich so oder bildest du dir das nur ein!?) - Zumal die Mitmenschen einen für einen Hypochonder halten, wenn man z. B. heute sagt, mir tun die Knie weh, ich komme aus der Hocke nicht wieder hoch - und morgen sagt, ich kann die Kaffeekanne nicht halten (mir ist sie regelrecht aus der Hand gefallen), weil mir das Daumengelenk so schmerzt, und übermorgen sagt, ich kann meinen Kopf nicht drehen beim Einparken, da mein Nacken blockiert).
Man kann’ s ihnen nicht mal verübeln, da es sich ja wirklich bekloppt anhört.

Doch es ist nun mal so, denn viele von uns haben nun mal diese (wechselnden) Beschwerden und leiden mehr darunter, als die anderen es sich vorstellen können und werden manchmal regelrecht "verrrückt" dadurch.

Ich z. B. habe nun seit Februar massive Rückenschmerzen. Orthopäde schickte mich zum CT zwecks Ausschluss eines Bandscheibenvorfalls. War es nicht. Doch ich habe Schmerzen am gesamten Rücken, mal oben, mal unten, mal rechts, mal links, kann mich teilweise kaum bewegen und ohne Schmerzmittel geht gar nichts. Habe zuerst Fango und Massagen bekommen (machte es eigentlich noch schlimmer), dann Krankengymnastik - ging nicht, da ich mich nicht bewegen konnte - dann manuelle Therapie: half alles nichts.
Bekam dann nur schmerzhemmende Spritzen und orale Schmerzmittel von meinem Orthopäden. Der bemühte sich nicht mal, weiter zu forschen, obwohl er von dem Crohn seit Jahren weiß! - Von dem werde ich mich nun auch trennen!

(Hab zwischendurch auch Beschwerden im Ellenbogen, Knie und Daumengelenk.)

War dann bei meinem Hausarzt (Internist) und ließ meine Blutwerte testen:
Mal wieder mittlere Anämie und stark erhöhte Entzündungswerte!
Aber mein Darm ist ruhig, also an dem kann es nicht liegen. Aber am Montag bin ich wieder bei ihm, dann schaun wir mal weiter.

War auch gestern das dritte Mal bei einem Osteopaten seit 17. April.
Hat bislang nichts gebracht. Der meinte, ich sei total "verhärtet" und alles säße sehr fest in mir, und wenn es ab heute und beim nächsten Mal keine Linderung bringen würde, könne er und diese Therapie mir auch nicht helfen, bzw. wäre das dann nicht die richtige Therapie für mich.

Oh mann, ich habe als "letztes Mittel" so auf diesen Osteopaten gesetzt und gehofft - ich könnte heulen!

Ich weiß, es gibt keine Heilung, aber kennt jemand von euch noch einen Weg oder irgend etwas außer Schmerzmittel, um diese Schmerzen zu lindern bzw. diesen Prozess zu stoppen oder gegen ihn anzugehen?

Und kennt jemand einen Orthopäden im Raum Zehlendorf/Steglitz oder auch im weiteren Umkreis, der sich mit MC auskennt?
Bitte, nennt ihn mir!


Und jetzt habe ich noch eine Info für euch von der "Deutschen Morbus Crohn /Colitis Ulcerosa Vereinigung e. V. :(tippe ich ab, da ich mir das vor einigen Tagen aus dem Internet ausgedruckt habe und nicht wieder finde:

..... Text von Admin entfernt, da Quellennachweis fehlte!
Siehe auch: Copyright - Quellenachweise....


Ich weiß, dass ich dir, Sandra, damit nicht wirklich helfen konnte, denn ich suche selber Hilfe. Aber vielleicht finden wir gemeinsam auf diesem Wege noch Betroffene, die uns ein wenig weiter helfen können.
Und oftmals hilft es schon, wenn man hört bzw. liest, dass es vielen anderen auch so geht :zwinker:
Diese Krankheit wird erstmal wohl nicht bekämpft bzw. beendet werden können, aber Hoffnung auf Hilfe und lindernde Maßnahmen gebe ich nicht auf. Wir müssen nur gemeinsam darum kämpfen.

Lieber Gruß , Amica
Der gesunde Mensch hat viele Wünsche, der kranke nur einen.

Nidi

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 93

Geburtstag: 21. September 1979 (37)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Bekannte

13

Samstag, 17. Mai 2008, 16:53

also..im großen und ganzen gehts mir genauso wie amica :frag: allerdings steh ich alles einfach irgendwie durch, denn ich hab längst aufgegeben einen arzt zu finden...ich bin frustriert und durch die ganzen fiesen ärzte bin ich extrem eingeschüchtert...ich hab echt aufgegeben

ich frag mich voll oft, wie es ist, wenn nichts wehtut :frag:, wenn man einfach gehen kann ohne schmerzen, sitzen ohne schmerzen...irgenwas ohne schmerzen halt...ich kenn diesen zustand nicht und das macht mir angst.

ein problem ist auch, dass ich den ärzten vieles nur schlecht erklären kann, weil ich den unterschied nich kenne..ich bin so aufgewachsen und hab erst mit 14 verstanden, dass es SO nicht normal ist..nu bin ich 28 und immer noch nicht weiter...die diagnose mc hab ich erst seit 2007 fest...geholfen hats auch nich wirklich

man sollte sich ne krankheit anschaffen, die man sehen kann :gruebel: wobei auf meiner diagnoseliste eigentlich kein platz mehr ist

manu1

CK-Fan

Beiträge: 522

Danksagungen: 3865

Geburtstag: 30. Dezember 1969 (47)

CED: Colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

14

Samstag, 17. Mai 2008, 17:45

Hallo zusammen,

verstehen kann ich das alles nicht wirklich. Ich habe das Gefühl das meine Schmerzen (manchmal in den Fußsohlen - zur Zeit aber wieder weg) dafür jetzt massiv im Rücken) erst jetzt beim ausschleichen vom Corti wieder kommen. Seit vorgestern macht mein Kreuz was es will. Zwischendurch habe ich gar nix und dann: z.B beim einsteigen ins Auto - weiß ich nicht mehr wie ich noch atmen soll bei den Schmerzen. Nach 30 Sekunden finde ich dann eine Sitzposition in der es besser wird. Aber dann tut jedes Schlagloch oder unsanftes Bremsmanöver o.ä. wie ein Messerstich weh. Abends - nach der Abenddosis vom Corti wars wieder weg - heute morgen wars wieder da...

Ob das eine mit dem anderen zusammen hängt - ich weiß es nicht. :keineahnung: :keineahnung: :keineahnung: :keineahnung:
Liebe Grüße

:wink:

manu

_____________________________________________________________
Manchmal verliert man und machmal gewinnen die anderen. Und irgendwann bin ich auch dran :cool:

Nidi

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 93

Geburtstag: 21. September 1979 (37)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Bekannte

15

Samstag, 17. Mai 2008, 23:33

sowas nennt man eine steroidabhängigkeit, das hab ich auch, man kann ja aber nicht immer kortison nehmen....werd ich so dermaßen fett von, dass ich davon nur noch zusätzliche gelenkprobleme bekomme :staun:

irgendwie is das alles doof

Mary86

CK-Freak

Beiträge: 724

Danksagungen: 912

Geburtstag: 29. September 1986 (30)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Mutter

16

Sonntag, 18. Mai 2008, 10:25

Hi Ihr :wink:
Also ich hab auch ständig wechselnde Gelenkschmerzen. Bei mir sind es die Hände (Handgelenke und Finger) der untere Rücken, die Hüfte (meist die linke), die knie und die Fußgelenke! Unsere Teller habe ich auch deswegen schon dezimiert, weil sie mir einfach aus der Hand gefallen sind (besonders ärgerlich wenn man grade das essen drauf gemacht hat).
Seit 2 Wochen gehe ich regelmäßig (min 2 Mal die Woche) schwimmen. Das erste Mal war sehr anstrengend, aber seit dem wird es immer besser, gestern habe ich es schon geschaft 20 min. durchzuschwimmen. Danach gehe ich in den warmen Wirlpool und massier mir die Beine, den Rücken und die Arme an den Wasserstrahlen. Ich bin der Meinung, dass seit dem meine Gelenkschmerzen wesentlich besser geworden sind. Vll probiert ihr das ja mal aus. Meinem Darm tut das (trotz dauerschub) auch sehr gut, ich muss weder währenddessen noch nachher aufs Klo!
Viele liebe Grüße
Mary
Don't worry, be happy!

Amica

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 49

CED: M. Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

17

Montag, 19. Mai 2008, 06:36

Schmerzen in Gelenken und vieles mehr

Hi Nidi,

beim Durchlesen deines Beitrages musste ich echt schmunzeln, denn du sprichst nicht nur "meine Sprache", sondern mir auch aus der Seele.

Wie oft habe ich schon aufgegeben und bin zu keinem Arzt mehr gegangen, weil ich vorher wusste, ich habe das und das. Und wenn ich beim Arzt war, hat der mir dann ganz "medizinisch wertvoll" erklärt, ich habe DAS, was ich vorher schon wusste.
Dann hatte ich zwar die Bestätigung meiner Vermutung, aber noch lange keine Lösung für das Problem. Denn das wussten die Ärzte auch nicht !?
Also unterließ ich für lange Zeit die Arztbesuche mit der Meinung: das kann ich dann auch alleine durchstehen - wie auch du meintest.

Aber nun - mit meinen massiven Schmerzen habe ich es doch wieder versucht mit den Ärzten.
Ich empfinde die Ärzte nicht als "fies", sondern bin enttäuscht und frustriert über die Luschigkeit der Ärzte mit Zusammenarbeit ihrer Arzthelferinnen.
Anstatt mich zu untersuchen, wenn die Symptome noch hoch akut sind, bekomme ich trotz Dringlichkeit erst einen Termin Tage später, um dann von dem Arzt zu hören:"Warum sind Sie nicht eher gekommen - jetzt kann ich nichts mehr feststellen!"
So bist du in ständiger Behandlung bei dem jeweiligen Arzt, hast einen akuten Schub und du kommst ums Verrecken nicht dran, weil der Terminplan deines Arztes so voll ist! -?
Selbst auf eine Schmerzspritze, bei der du vorher angemeldet bist, musst du 'ne halbe Stunde warten!
Und wirklich eingehen auf deine Beschwerden tut der nicht wirklich! (Wahrscheinlich, weil er es nicht kann, bzw. nicht besser weiß und das nicht zugeben will - wie auch immer)
Der fragt kurz - schickt dich zu einem CT, schaut sich die Bilder an und gut is.
Keine Fragen, woher, warum. Keine Tastuntersuchung oder intensivere Untersuchung! (Und der Orthopäde war mal wirklich gut!)
Sorry, aber da geht mir wirklich mehr als die Hutschnur hoch - da kocht mir der Blut!!!

Tja, so läuft das bei meinem bisherigen Orthopäden ...... Name des Arztes aus rechtlichen Gründen von Admin entfernt! , ab.

Gott sei Dank ist das bei meinem Hausarzt anders. Der nimmt sich wirklich noch Zeit und ruft auch bei einem zuhause an, wenn die Blutwerte nicht koscher sind oder irgend was anderes nicht stimmt.
Der gibt sich wirklich noch Mühe.

Aber was nützt das alles, wenn diese Krankheit so rumspinnt und keiner so wirklich weiß, woher und warum und wie es besser werden kann.

Deinen Endspruch finde ich super:
"Man sollte sich eine Krankheit anschaffen, die man auch sehen kann"- oder die zumindest spektakulär ist.

So hat sich mein Ex-Mann vor ca. zwei Wochen 5 Rippen und das Schlüsselbein gebrochen. Musste operabel mit Metallplatte gerichtet werden - und eine Rippe hat sich in die Lunge gebohrt, so dass er einen Lungenriss, genannt Pneu hatte und 5 Tage einen Schlauch im Brustkorb hatte, der die Luft daraus sog, damit sich die Lunge wieder entfalten konnte.
Sah anfangs recht übel aus, aber der Kerl hat sich in null komma nix wieder top erholt- keine 5 Tage lang und heute kann er schon wieder springen und lachen.

Der Kerl hat sich seine Verletzungen selber zugezogen, da er stockbesoffen mit dem Fahrrad eine Treppe runtegedonnert ist.
Er hatte sich ähnliche Blessuren mit weniger schmerzhaften Verletzungen schon öfter zugezogen, aber er kommt immer gut davon.
Und dazu wird er noch gebührend bedauert bis zum Geht-nicht-mehr, weil man "sieht" ja seine Verletzungen bzw. kann man sich Rippenbrüche eher schmerzhaft vorstellen als ständige, unerklärliche Gelenkentzündungen - aber niemand kennt den wirklichen Grund für seine Brüche. Und ich blöde Kuh behalte den Hintergrund auch noch für mich, um ihn nicht bloßzustellen - denn ich weiß jeweils, wie es geschehen ist, denn er kann mir nichts mehr vormachen seit unserer Ehe. Aber ich halte ihmzuliebe immer dicht.

Mit dem Ergebnis. ER wird bedauert, er sieht ja angeblich sooo schlimm aus (mit seinen Hämatomen), woran man seine Verletzungen "sehen" kann.
Aber MEINE Krankheit ist ja nur "imaginär". Die Narben sind tief im Innern und man sieht sie nicht. Diese habe ich mir auch nicht selber zugefügt, sondern die kamen von außen.
Diese werden nur belächelt und meistens als "eingebildet" abgewertet!

Oh mann, das tut so weh

Und so denke ich doch, dass der Crohn eine überwiegend psychische Krankheit ist - von Kindheit an - wie ich es erlebt habe . . .

So komm, Nidi, -
ich schmeiß auch manchmal alles hin und resigniere -
aber dann raffe ich mich doch wieder auf und versuche zu kämpfen.
Gerade jetzt, wo der Frühling alles erblühen lässt . . .
Geh mal durch die Straßen und Parks und schau dir die Bäume an, die Büsche und Sträucher - wie sie geradezu explodieren > grünen und blühen ...
Komm, lass uns das gemeinsam machen, -
Gemeinsam sind wir stark!

Liebe Grüße
Amica
Der gesunde Mensch hat viele Wünsche, der kranke nur einen.

WolfsburgVirus

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 151

Danksagungen: 297

Geburtstag: 19. März 1978 (38)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

18

Montag, 19. Mai 2008, 07:18

RE: Schmerzen in Gelenken und vieles mehr

hallo

ich habe auchs chmerzen abe rnur im rückenbereich ! dazu muss ich sagen ich bin schon seit sylvester krank. ich hab mir ja die galle rausnehmen lassen !

jetzt hab ich gleich über dem po im rücken so dolle schmerzen, das wandert von links nach rechts .

habe letzte woche zu probe mal entocort bekommen und war der meinung das es weniger wurde, mein arzt sagt es kann natürlich auch verspannung sein weil ich ja seit einen halben mich nicht mehr viel bewegt habe.

sonst tut mir eigentlich nichts anderes weh ausser die füsse ab und zu mal. :daumenh:
ich muss ja am 02.06 zur darmspieglung zum spezialisten nach hamburg, der hat gesagt er sagt mir zu 100% ob das MC ist, weil nach dem bericht meiner letzten spiegelung sagt er sieht das nicht so aus!

mfg wv :cool:

Nidi

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 93

Geburtstag: 21. September 1979 (37)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Bekannte

19

Montag, 19. Mai 2008, 19:17

haha amica,

echt toller post von dir :zwinker:

ich lass mich auch nicht immer hängen...z.b. gehe ich einmal im jahr auf ein festival, rock am ring :hurra:
mir gehts saumies, mir tut alles weh, kann kaum mehr laufen und hab trotzdem soviel spaß immer da :smile: es gibt ne behindertentribüne und manchmal holt einem ein netter aufpasser auch einen stuhl, damit man die ärzte (welch ironie) im sitzen sehen kann :hurra:

es ist auch echt schön hier, zu sehen, dass man nich janz alleine ist *g*

sandra1979

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 22

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

20

Montag, 19. Mai 2008, 20:26

also das mit der krankheit, die man sehen kann, ist echt ein cooler ansatz. und dann haben wir auch noch das doppelte glückslos gezogen mit einer krankheit, die mit verdauung zu tun hat. bin echt froh, dass ich dieses forum gefunden habe, sonst kann ich eigentlich mit fast niemandem so offen übers klo gehen reden. :smile:

bin schon gespannt, wie es mit meinen gelenken weitergeht. wenn ich da eure geschichten lese, wird mir ganz schwummrig, und ich hoffe, dass ich eine leichtere form vom crohn erwischt habe.

das mit den wechselnden gelenken ist nämlich wirklich blöd. an einem tag kann ich nicht gehen, am nächsten nix angreifen und festhalten. na wenn einen außenstehende für verrückt erklären, kann man es ihnen gar nicht übelnehmen.

lg sandra