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Ariel

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1

Donnerstag, 4. September 2008, 13:03

Neue wissenschaftliche Begründung

Hi, Ihr Liebe, ist grad bei mir reingeflattert (über die APA, Austria Presse Agentur)!

Alles Liebe, Ariel

Innsbrucker Wissenschafter: Zell-Stress führt zu Morbus Crohn

Utl.: Auch Ursache für Colitis ulcerosa - Genveränderungen führen zu
Stress in den Zellen der Darmschleimhaut =

Langfristig Hoffnung für allein rund 500.000 Patienten in Österreich und Deutschland: Genetisch bedingter Stress in den Zellen der Darmschleimhaut (Epithelzellen), jener dünnen Zellschicht, welche die Grenze zwischen der Unmenge an Darmbakterien und dem Organismus darstellt, wurde von einem Innsbrucker Wissenschafter in Zusammenarbeit mit Kollegen in Deutschland und den USA als eine Ursache für die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa entdeckt. Die Wissenschafter berichten darüber in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Cell" (5. September).

"Veränderungen im XBP1 Gen führen zu Stress in der Eiweiß-Produktionsstelle der Zelle, dem sogenannten endoplasmatischen Retikulum. Das Epithel kann nicht mehr richtig mit Darmbakterien und entzündlichen Signalen umgehen", erklärte der Erstautor der Studie, Arthur Kaser (Universitätsklinik für Innere Medizin II/Gstrologie Innsbruck), gegenüber der APA. An der Studie, die an der Harvard Medical School in Boston entstanden ist, waren auch Wissenschafter in Kiel, Innsbruck und Rotterdam beteiligt.

Obwohl schon lange spekuliert wurde, dass die Epithelzellen eine kritische Rolle bei der Entwicklung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn spielen könnten, fehlte dafür bisher ein schlagender Beweis. Das Epithel bedeckt die innere Oberfläche des Darms und ist der erste Zelltyp, der Kontakt mit der Umgebung, also den Darmbakterien hat, und somit als primäre Barriere zur Außenwelt wirkt. Diese Barriere befindet sich zwischen den beiden Aspekten, die für die Entwicklung einer chronischen Darmentzündung wichtig sind: Die immense Ansammlung an Bakterien im Darminneren und das Darm-Immunsystem.

Um die Rolle von XBP1 zu untersuchen, haben die Wissenschafter im Mausmodell dieses Gen ausgeschaltet. Dies führte zur sofortigen Entzündung des Darms. Die Krankheitszeichen sahen genauso wie bei den Erkrankungen des Menschen aus. Kaser: "Als Mechanismus dahinter stellte sich die Unfähigkeit des Schleimhaut heraus, mit Darmbakterien angemessen umzugehen und vor allem adäquat auf entzündliche Reize zu reagieren. Wir haben erstmals den Einfluss eines solchen Gens in einem Tiermodell bewiesen und dann auch zum Menschen zurückverfolgen können."

Um zu untersuchen, ob XBP1 ein genetischer Risikofaktor für chronisch entzündliche Darmerkrankungen sein könnte, wurden zusammen mit Co-Autor Stefan Schreiber von der Christian-Albrechts Universität Kiel, einem der Pioniere in der Erforschung der genetischen Ursachen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, mehr als 5.000 Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie gesunde Personen genetisch analysiert. Dabei konnte eine solche Assoziation nicht nur nachgewiesen werden, sondern sogar spezifische Veränderungen am XBP1 Gen identifiziert werden, die sich dann in weiteren Untersuchungen als tatsächlich entscheidend für die Funktion der Darmschleimwand herausstellten.

Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa kommt es immer wieder zu schweren entzündlichen Schäden im Darm, die bis zur Perforation reichen können. Erst moderne Biotech-Medikamente wie monoklonare Antikörper gegen den Tumornekrosefaktor alpha haben in den vergangenen Jahren eine entscheidende Verbesserung in der Therapie gebracht.

Auswirkungen auf mögliche Therapien

Utl.: Eigentliche Krankheitsursache soll bekämpft werden =

"Obwohl inzwischen etwa zwei Dutzend Gene bekannt sind, die mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa assoziiert sind, ist es uns hier erstmalig gelungen, ein umfassendes Modell der Krankheitsentstehung vom Gen bis zur Darmentzündung zu entwickeln, also den Mechanismus dahinter zu verstehen", sagte der Innsbrucker Wissenschafter Arthur Kaser, der die Untersuchungen zu XBP1 nun an der Medizinischen Universität Innsbruck fortsetzen wird.

"Die therapeutischen Implikationen sind riesig, weil es uns zum ersten Mal erlaubt, Medikamente für ein Molekül zu entwickeln, von dem wir wissen, dass es ein genetischer Risikofaktor für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist" ergänzte Richard Blumberg von der Harvard Medical School, Senior-Autor der Studie. Co-Senior Autor Laurie Glimcher von der Harvard School of Public Health, merkt an: "Als wir XBP1 vor Jahren entdeckten, hatten wir keine Vorstellung, dass sich dieses Molekül einmal als solch zentraler Faktor für eine menschliche Erkrankung herausstellen würde." Förderungsmittel für das Projekt kamen auch vom österreichischen Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF).

Lara

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Donnerstag, 4. September 2008, 18:14

Hallo Ariel,

vielen Dank dass Du dir die Mühe gemacht hast und den Artikel eingestellt hast :klatsch:
nun ,klingt ja mal als wärs ein vielversprechender Ansatz und obendrein wärs auch noch nachvollzierbar. Hoffentlich lässt sich für uns alle mal ein Medi entwickeln das uns auf lange Sicht helfen könnte von Heilung wollen wir gar nicht reden einfach nur eine lange,lange Ruhephase wäre schon super :hurra:
Aber warten wir mal in aller Ruhe und Geduld ,das können wir ja ,ab.

Nochmal Danke

LG
Lara

Lupus

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3

Donnerstag, 4. September 2008, 20:11

Es würde mich mal interessieren aus welcher Quelle das kommt.

Weiß jemand von euch, was dieser "Zell-Stress" sein soll? Menschen können Stress haben - klar, aber Zellen ... wie soll das aussehen?
Terror ist nicht das, was dir passiert, sondern die Angst vor dem, was dir passieren könnte.

Molly215ß9

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4

Donnerstag, 4. September 2008, 21:19

RE: Neue wissenschaftliche Begründung

Also ich habe da einige seiten gefunden wo der ähnliche Text steht guckt mal hier:

http://idw-online.de/pages/de/news276438

http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/162652/

usw. gebt einfach mal "Zell-Stress führt zu Morbus Crohn" ein da werdet ihr fündig werden...
LG Molly
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Donnerstag, 4. September 2008, 21:24

RE: Neue wissenschaftliche Begründung

Hallo Ariel,

bitte mach einen Quellennachweis,

sieh dazu auch die CK-Regel:

Copyright - Quellenachweise....

Monja33

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Freitag, 5. September 2008, 09:37

Das ist ja echt interessant. Hoffentlich tut sich dann bald was in der Medikamentenentwickulung was diese Richtung angeht! Das wäre ja mal ein Fortschritt. EIne lange Remission wäre echt super!

Monja
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar! Man sieht nur mit dem Herzen gut!

canes

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CED: Morbus Crohn

7

Freitag, 5. September 2008, 11:18

komme aus kiel das lief gestern auch bei uns im radio

vieleicht haben wir ja glück :knuddel:

Rattenfänger

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8

Montag, 8. September 2008, 11:51

Fantastisch! Genau sowas wollte ich immer haben... eine Begründung!
:huepf:

Ariel

CK-Fan

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Dienstag, 9. September 2008, 15:49

Hi,

Quellennachweis ist ganz einfach - ist der Bericht über den Artikel im Wissenschaftsmagazin "Cell" der Austria Presse Agentur (APA), also unseres offiziellen Pressedienstes der Medien.

Ich fänd es auch toll, wenn das ENDLICH mal eine Begründung wäre, die bisschen länger (und mehrere Studien) übersteht - und wenn man damit vor allem wirklich Medis entwickeln könnte, die nicht nur die Entzündungen, sondern so richtig die Krankheit angehen.....

Mal sehen!

Alles Liebe, Ariel

jaluba

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Freitag, 2. Januar 2009, 21:03

Hallo,

es vergeht kaum ein Tag, wo ich mir keine Gedanken über etwaige Heilungschancen von MC mache...natürlich denke ich nicht ständig an MC etc, sondern hoffe nur aus tiefstem Herzen, dass es solchen Ärzten, denen ich meinen höchsten Respekt erweise, in naher Zukunft mal gelingen wird, ein Medikament herzustellen, mit dem man einfach geheilt wird von dieser Krankheit.

Das wäre denke ich der glücklichste Tag meines Lebens und demjenigen Arzt wäre ich unendlich dankbar dafür.



mfg
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.

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Mizuki

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11

Samstag, 3. Januar 2009, 00:05

Ich habe durch Zufall gerade das hier entdeckt, ich dachte, es passt hier ganz gut rein:

http://www.vitanet.de/aktuelles/Magen-un…zuendeten-Darm/

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loewenkind

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12

Samstag, 3. Januar 2009, 19:15

Es würde mich mal interessieren aus welcher Quelle das kommt.

Weiß jemand von euch, was dieser "Zell-Stress" sein soll? Menschen können Stress haben - klar, aber Zellen ... wie soll das aussehen?


mit "Zellstress" darfst du dir nicht Stress im eigentlichen Sinne vorstellen, gemeint sind biochemische Vorgänge der Zelle. So hat eine Zelle beispielsweise "oxidativen Stress", wenn mehr radikale Sauerstoffverbindungen als normal gebildet werden. Menchanismen sorgen eigentlich für ein Gleichgewicht in der Zelle - sind die normalen Mechanismen aber überfordert, kommt es zur Schädigung der Zelle. Hmm, das war jetzt arg verkürzt, aber hoffentlich irgendwie verständlich ;) Und so kann das beispielsweise auch durch dieses Veränderte Gen sein - werden etwa mehr Entzündungsmediatoren als normal gebildet oder geht sonst eine Funktion der zelle verloren, so versagt der natürliche Schutzmechanismus.

LG, Regina

PS.: hach, ich bin ja mal gespannt, ob man von dieser Entdeckung noch mehr hört .... wäre ja zu schön um wahr zu sein.

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Pauline136

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Sonntag, 4. Januar 2009, 13:35

Lies mal hier:
http://www.bionity.com/news/d/72210/

Da ist Zellstress gut erklärt.
:knuddelh: Liebe Grüße vom Paulinsche

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Adele (25.04.2009)