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Freitag, 10. September 2010, 04:05 UTC+2
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CK-Grünschnabel
Seit elf Jahren habe ich Colitis ulcerosa, die Diagnose wurde in den ganzen Jahren permanent durch die Histologie gesichert. Die Diagnose wurde erstmalig im Jahr 2000 gestellt. Bis 2005 hatte ich sehr viele, extreme Schübe, die meist im Krankenhaus endeten. Ich wurde vollgestopft mit Kortison und Salofalk. Irgendwann bekam man die Schübe nicht mehr richtig in den Griff und ich brauchte von dem Kortison immer mehr.
Dann wies mich mein damaliger Gastroenterologe eindringlich daraufhin, dass es ohne Azathioprin nicht mehr gehe. Seit 2005 nehme ich also zusätzlich zum Kortison und zum Salofalk auch noch Azathioprin. Seitdem nur noch leichte bis allenfalls mäßige Entzündungen im Darm und in der Histologie nachweisbar. Manchmal sogar Remissionszeiten. Bei diesem Gastroenterologen war ich die kompletten elf Jahre in Behandlung. Dann ist er leider dieses Jahr in den Ruhestand gegangen und jetzt hatte ich vor zwei Wochen bei seinem Nachfolger eine Koloskopie. Nach der Untersuchung kam der Arzt noch kurz zu mir und meinte, dass mein Darm total normal aussah. Ich zitiere: "...wenn er nicht wüsste, dass ich eine Colitis habe, würde er mich für gesund halten." Ich war total überrascht von seiner Aussage, denn auch in beschwerdefreien Zeiten sieht mein Darm eigentlich nie normal aus. Es sind immer mehrere rote Flecken im Darm zu erkennen, die mein voriger Gastro auch immer im Arztbericht erwähnt hat. Deshalb habe ich ein zweites Mal ungläubig nachgefragt und nach einigem Zögern sagte mir der Arzt dann auf einmal, dass er auch diese Flecken gesehen hat. Diese Flecken hätten aber seiner Meinung nach nix zu bedeuten und kämen vom Abführmittel!
Dann meinte er noch: "Damit Sie mir auch glauben, habe ich Gewebeproben entnommen." So unter dem Motto: "Sie werden schon sehen, dass ich Recht habe." Er sagte zu mir, dass ich auf jeden Fall das Kortison und auch das Azathioprin absetzen soll. Soviel Tabletten wären doch nicht gut und ich müsste davon runter. Hallo? Der kennt mich überhaupt nicht, ich war jetzt einmal bei ihm zur Kolo. Naja, irgendwann hatte ich zwar mal vor, einen Auslassversuch zu starten. Aber der Arzt tut ja gerade so, als wenn ich kerngesund bin. In der Histologie ist immer eine chronische Entzündung mit Lymphozyten, Granulozyten und manchmal einzelne Kryptenabszesse nachweisbar. Damals bei akuten Schüben waren es sehr viele Kryptenabszesse, Erosionen und es stellte sich ein Becherzellverlust dar. Wie kann der das jetzt alles anzweifeln?
Tja, und jetzt interessiert mich natürlich brennend der Histologiebericht. Aber mein Hausarzt hat den Bericht immer noch nicht bekommen, obwohl jetzt schon zwei Wochen verstrichen sind. Der ganzen Jahre war der Histo-Bericht spätestens nach einer Woche bei meinem Hausarzt. Ich finde das echt eine Frechheit. Benutzer die sich bedankten:
xlambrelax (01.08.2010)
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Mietze81 (31.07.2010)
!!
sowas gibt es auch??? Als ich das las dachte ich, es wäre ein scherz... 

... und jetzt, Arschbacken zusammenkneifen und durch da 
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Mietze81 (31.07.2010)
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Mietze81 (31.07.2010)
CK-Grünschnabel
Ja, ich bin über diese Situation momentan total sauer. Ja,dieser Arzt hat alle Befunde der letzten elf Jahre vorliegen, aber ich bezweifle, dass er die auch alle gelesen hat. Denn das Durchlesen dieser Berge Akten würde ja bestimmt zwei bis drei Stunden in Anspruch nehmen. Ich muss auch erwähnen, dass dieser Gastro leider keine Sprechstunde gibt. Er ist Oberarzt einer Klinik und macht nur Koloskopien mittels Überweisung. Er bespricht nach der Kolo nur kurz mit mir, was er gesehen oder auch nicht gesehen hat. Der Befund geht dann zu meinem Hausarzt. Bei meinem vorigen Gastro war das genauso, allerdings gab es da keine Schludereien mit irgendwelchen Berichten. Nach spätestens 1 Woche war der Histo-Befund immer bei meinem Hausarzt. Also sollte nächste Woche auch noch kein Bericht da sein, explodiere ich.
Es tut aber total gut, dass Ihr mich mit Euren netten Worten aufbaut, denn momentan bin ich echt durch den Wind. Wenn ich daran denke, was für schlimme Schübe ich damals hatte, dann wird mir jetzt noch ganz schlecht. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Der Gastro sagte dann auch noch zu mir: " Wenn ich dann beim Absetzen der Medis bin und es sollte schlimmer werden und Blut im Stuhl vorhanden sein, dann solle ich auf jeden Fall nochmal zu ihm und er würde dann nochmal "reingucken". Als wenn der mir das echt nicht glaubt. Ich finde sowas unmöglich! So unter dem Motto: "Jetzt wollen wir es drauf ankommen lassen und es ein bisschen provozieren."
schwarzer Text = Meinung als Privatperson Benutzer die sich bedankten:
Mietze81 (06.08.2010)
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