Dienstag, 23. September 2014, 18:23 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Cröhnchen-Klub Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

hoya

CK-Grünschnabel

Beiträge: 6

Danksagungen: 373

Geburtstag: 27. Oktober 1969 (44)

CED: Divertikulitis

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

1

Samstag, 16. Juli 2011, 12:41

Neudiagnose Divertikulitis

Hallo Zusammen,
ich will mich kurz vorstellen. Ich heisse Marion, bin knapp 42 Jahre, habe 3 Kinder. Mein ganzes Leben lang habe ich schon irgendwelche Probleme mit Magen-Darm. Eine verzögerte Magenentleerung wurde vor fast 20 Jahren mal festgestellt. Ansonsten habe ich noch nie etwas abklären lassen, da meine Probleme eigentlich immer nur kurze Zeit anhielten. Vor knapp 10 Jahren musste ich eine Gebärmutterentfernung vornehmen lassen. Seit dem (zumindest schiebe ich es darauf) habe ich immer mal wieder harten Stuhl, keine Verstopfung in dem SInne, dass ich Tagelang nicht auf`s WC muss und Blähungen.
Nun hat`s mich aber aus den Latschen geschmissen. Am Dienstag letzte Woche wurde Divertikulitis diagnostiziert. Mit zwei verschiedenen Antibiotika und einem Abführmittel im Gepäck wurde ich nach Hause geschickt. Ich habe extra noch nachgefragt, ob ich mich mit dem Essen einschränken muss. Es hiess : nein. Also habe ich eigentlich so weiter gegessen, wie bishher, alles was mir geschmeckt hat und was ich essen wollte, da ich mich ja schon krank gefühlt habe eh schon eingeschränkt.
Am Freitag Morgen bekam ich dann wieder Schmerzen ( im Nachhinein denke ich, war das das Abführmittel) und bin ins Spital.
Dort wurde ich an den Tropf gehangen und untersucht. Zu essen bekam ich den ganzen Tag nichts, erst am Abend eine Bouillion. Über das Wochenende wurde die Ernährung auf Faserarm gelassen. In der Zeit mussten wir allerdings feststellen, das der Verdacht auf Laktoseintoleranz besteht.
Am Montag wurde ich entlassen ohne das mir vom Arzt irgendetwas zur weiteren Ernährung mitgeteilt wurde, erst auf mein Nachbohren kam eine Ernährungsberaterin. Ausserdem bekam ich nochmals Antibiotika für weitere 10 Tage und die Mitteilung, das ein Laktoseintoleranztest und eine Darmspiegelung :ohje: gemacht wird, da ich für diese Krankheit doch recht jung bin. ( hier im Forum musste ich nun feststellen, das es aber auch andere in meinem Alter mit der Krankheit gibt)
Nun habe ich zwei Fragen:

Wie lange muss ich mich nun weiter Faserarm ernähren ( nehme noch zusätzlich Optifibre zum Stuhlregulieren)? Darmspiegelung soll Anfang September sein.
Und die zweite Frage: Kennt jemand das mit der Laktoseintoleranz? Ich weiss nicht, ob ich schon immer LI hatte, ich esse sehr wenig Milchprodukte, aber kann es sein, dass die LI bleibt?

Ich hoffe, ich habe Euch nicht erschlagen.
Viele Grüsse
Marion
Danke und viele Grüsse

Marion

Don Magic

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 93

Danksagungen: 1425

Geburtstag: 4. April 1970 (44)

CED: Divertikulose

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

2

Samstag, 16. Juli 2011, 13:23

Also die Laktoseintoleranz die bleibt dir ein Leben lang .... dieses Schicksal haben neben dir nur noch 2/3 der Weltbevölkerung ... damit kann man echt leben
Also mir hatte man damals gesagt Balaststoffarm ernähren solange die Entzündung besteht (also Divertikulitis) und in der anderen Zeit (dann hast du Divertikulose) soll man sogar balaststoffreich ernähren.
Habe das gemacht und konnte von 1 Schub bis zur entgültigen OP 10 Jahre rausschinden :2daumen:
Achja ich war bei meinen ersten Schub 30 und hier war auch schon einer im Forum der den ersten Schub mit 18 hatte ... kann sein das man mit 42 recht jung dafür bist aber eine ausnahmeerscheinung bist du damit nicht
VG
Uwe

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

daiquiri_24 (25.02.2013)

micha65

CK-Fan

Beiträge: 564

Danksagungen: 8703

Geburtstag: 8. Februar 1965 (49)

CED: Divertikulose

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

3

Samstag, 16. Juli 2011, 13:24

Nun hat`s mich aber aus den Latschen geschmissen. Am Dienstag letzte Woche wurde Divertikulitis diagnostiziert. Mit zwei verschiedenen Antibiotika und einem Abführmittel im Gepäck wurde ich nach Hause geschickt. Ich habe extra noch nachgefragt, ob ich mich mit dem Essen einschränken muss. Es hiess : nein. Also habe ich eigentlich so weiter gegessen, wie bishher, alles was mir geschmeckt hat und was ich essen wollte, da ich mich ja schon krank gefühlt habe eh schon eingeschränkt.




Was ist den das für ein Krauter ????



Antibiotika und Abführmittel ist ja O.K.



Aber zu sagen man kann weiter essen wie man will, das ist ein Schuß der nach hinten los geht.

Hemmi2009 hat da einen tollen Buchtipp abgegeben, Richtig Kochen bei Divertikulos von Sabine Wiesel, hab ich mir auch gerade zugelegt obwohl ich im Moment Ruhe habe.

In der Akutphase solltest Du Blähendes meiden,Tomaten, Körner,Kiwi Ananas uns so sind Tabu.Keine schwer verdaulichen Speisen.

Viel Trinken, aber nicht mit viel Kohlensäure besser mit wenig oder gar keiner.

Da man bei Dir faserarme Ernährung gegeben hat gehe ich davon aus das es nicht ganz so heftig war, sonst hättest Du nur Flüssig bekommen.



Bei der Laktoseintoleranz kommt es drauf an, bei mir war es so das es Psyschich war und ich nix mit Milch oder Milchsäurebakterien vertragen hab, da es aber vom Kopf aus kam ( Stress) bin ich es wieder los geworden

wenn es aber dadurch kommt das es vom Körper selber kommt, weil da was nicht stimmt ( phatologisch) dann hast Du da wahrscheinlich dauerhaft Freude von.

Hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.Vielleicht hast Du ja Lust per PN, zu schreiben von wo Du kommst, wenn Du aus meiner Gegend kommst hab ich vielleicht Arzttips für Dich.



Liebe Grüße Micha65
Nehmt mich so wie ich bin, anders gibt´s mich nicht .

hoya

CK-Grünschnabel

Beiträge: 6

Danksagungen: 373

Geburtstag: 27. Oktober 1969 (44)

CED: Divertikulitis

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

4

Samstag, 16. Juli 2011, 14:51

Danke erstmal an Euch.

das mit der Laktoseintoleranz ist eben nicht klar, ob die durch die Divertikulitis bzw. die Behandlung dieser ausgelöst ist oder nicht. Ich bin auf den Test ganz gespannt, dauert eben noch eine Weile. Man könnte ja selber testen, da ich aber immer noch am "gesunden" bin, will ich das jetzt nicht machen.
Der "Krauter" war mein Hausarzt.

Ich hatte am Freitag im Spital flüssig bekommen und ab Samstag wurde wieder angefangen mit Nahrung aufzubauen. Ich bin eben noch unsicher mit dem Essen. Zumal die ( momentane) LI dazu kommt und ich mit der einen Tochter 3-4 mal die Woche Kohlehydratfrei esse Abends. Ist zur Zeit nicht allzu einfach mit dem Kochen. :verzweifelt:
Woher weiss ich, wie lange die Entzündung besteht? Anitiotika nehme ich noch bis Dienstag. Muss ich mich langsam wieder ran tasten ans Essen oder wie habt Ihr das gemacht?


Danke und Gruss
Marion
Danke und viele Grüsse

Marion

micha65

CK-Fan

Beiträge: 564

Danksagungen: 8703

Geburtstag: 8. Februar 1965 (49)

CED: Divertikulose

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

5

Samstag, 16. Juli 2011, 15:18

Bei mir war es so das ich mich erst wieder ran tasten musste, aber ich muss dabei sagen mich hat´s durch die Fehldiagnose meiner vorherigen Hausärztin/Nachfolgerin meines alten Hausarztes und mir nicht unbekannt richtig erwischt.Knapp anderthalb Jahre auf Rücken behandelt ( O.K. hatte vorher Rückenbeschwerden) aber es waren Rückenschmerzen die nach vorne in den Unterbauch abstrahlten oder eben halt Unterbauch der nach hinten ausstrahlte, was ich auch so schilderte, aber erst mal rumdocktern.

Mein Mann hatte dann die Schn... voll und hat gesagt, Du wechseltst jetzt den Arzt, geh hier im Ort dann haste die Fahrerei gespart und vielleicht ist der ja Kompotent.Gesagt getan am gleichen Tag noch im KH gelandet.

Erst mal 4 Tage nur Flüssigfutter, dann leichte Aufbaukost,Ernährungsberatung aber die taugte nicht wirklich viel, weil ich Nachfragen gestellt hat wo sie mir versicherte das wäre in Ordnung, aber wohl nicht wenn die Entzündung noch nicht ganz raus ist..

Hab am Anfang teilweise wirklich nicht gewusst was kannste jetzt noch essen und was lässte lieber bleiben damits nicht wieder zwickt oder richtig schmerzt.

Pizza, Dönner und sowas war bei mir bald 3 Monate verboten, manchmal hab ich echt nur Salat gemampft oder Rührei;Kapü.

Ich bin froh das ich jetzt seit gut 6-8 Wochen fast alles wiedr essen kann.Aber man ist vorsichtig geworden.

Mich hat der ganze Spaß (vorsicht Ironie) 13 Kilo an Gewicht gekostet, so kommt man auch zu seiner Bikinifigur :daumenh: .

Keine Mohnbrötchen mehr,bei den Tomaten fliegen die Kerne raus, schwer im Magen liegende Sachen wenn´s geht nicht zu spät.



Zum Thema wie lang so eine Entzündung besteht, bei mir war es so das ich bald 3 Monate gebraucht hab bis die Entzündung ganz raus war.

Wenn eine leichtere ist wirds auch schneller gehen, kann man aber an Hand der Blutwerte festellen, bzw. wird man es auch bei der Spiegelung sehen können ob sie ganz abgeheilt ist.



Aber mal ganz ehrlich es ist ein ran tasten, weil auch jeder Körper anders reagiert, Kopf hoch das wird schon wieder.

Aber Du solltest eventuell nach einem Internistender sich mit Darmerkrankungen auskennt oder nach einem Gastroentrologen schauen.
Nehmt mich so wie ich bin, anders gibt´s mich nicht .

hoya

CK-Grünschnabel

Beiträge: 6

Danksagungen: 373

Geburtstag: 27. Oktober 1969 (44)

CED: Divertikulitis

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

6

Samstag, 16. Juli 2011, 19:48

ehe Ihr mich lyncht und Euch fragt, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, hier eine ganz schüchterne Frage: was ist mit meinem Gläschen Roten am Abend zum Essen? :rotwerd:
Der Arzt, der da war, als ich am Freitag zum Notfall kam, war ein Viszeralchirurg. Ich hoffe, der weiss, was er untersucht und gemacht hat. Und bei diesem werde ich Anfang September wohl die Darmspiegelung haben. Davor habe ich ein bisschen Angst.
Weil Du das mit der Blutuntersuchung geschriben hast, ich muss eh nochmals zu Kontrolle und ich denke, da wird nochmals Blut abgenommen. Aber beim Essen bin ich zur Zeit sehr vorsichtig. Ich werde mich, wie Ihr schon geschribenhabt, ran tasten. Man merkt ja, ob es einem gut geht oder nicht, und ob man das Essen verträgt oder nicht.

Schönen Abend und viele Grüsse

Marion
Danke und viele Grüsse

Marion

micha65

CK-Fan

Beiträge: 564

Danksagungen: 8703

Geburtstag: 8. Februar 1965 (49)

CED: Divertikulose

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

7

Sonntag, 17. Juli 2011, 10:06

was ist mit meinem Gläschen Roten am Abend zum Essen? :rotwerd:
Das musst Du ausprobieren, kann gut gehen wenn´s wirklich bei einem bleibt, aber bedenke die Weinsäure die deinem Darm verstimmen könnte.

Du musst aber jetzt nicht zwingend den Arzt aus dem KH nehmen, wenn Du einen guten Internisten oder Gastroentrologen der auch auf Spiegelungen spezialisiert ist hast kannst Du auch zu dem, brauchst bloß ne Überweisung vom Hausarzt.
Mein jetziger Hausarzt (auch Innerer) hat mir einen empfohlen weil er selber nicht die Möglichkeiten hat, und der war einfach nur Klasse.
Ich hab Ihm meine Ängste geschildert, und warum ich diese habe, und er hat entsprechend die Betäubung ausgerichtet, ich hab nix davon mit gekriegt.
Wenn ich noch mal eine Spiegelung haben muss nur bei dem Arzt.

Gruß Michaela
Nehmt mich so wie ich bin, anders gibt´s mich nicht .

hoya

CK-Grünschnabel

Beiträge: 6

Danksagungen: 373

Geburtstag: 27. Oktober 1969 (44)

CED: Divertikulitis

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

8

Sonntag, 17. Juli 2011, 16:02

Danke für Deine Antwort.

Ich habe das Aufgebot noch nicht und kann nur vermuten, welcher Arzt dann "rein schauen" wird.

Ich finde das Forum hier super. Ein bisschen beruhigter bin ich inzwischen, nachdem ich mich noch weiter durch gelesen habe. Jeder hat so seine Leidensgeschichte und gross erzählt man das ja in seinem Umfeld nicht. Das es aber so viele Betroffenen gibt, macht irgendwie Mut.
Danke und viele Grüsse

Marion

Gitte67

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 45

Danksagungen: 525

Geburtstag: 24. Februar 1945 (69)

CED: Morbus Crohn, Darmfistel

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

9

Samstag, 28. Juli 2012, 13:58

Alles essen trotz LI ?

Hallo, bei mir wurde auch nach langem hin und her eine LI festgestellt, allerdings mit mit hohem Toleranzwert ( 70% ).Da ich schon lange bei Milchprodukten Probleme hatte, habe ich auf viel verzichtet. Nun habe ich mir auf Anraten meines Arztes Lactase- Tabletten ( 1000 ) aus der Apotheke geholt und :daumenh: -- eine Tablette bei Bedarf und ich kann wieder Eisbecher, Quark und ähnliches geniessen ohne Reue. Zur Diverkulitis kann ich nur sagen: Hände weg von allem, was mit Körnern oder Fasern zu tun hat, selbst in Remission. Leider mußte ich auch meine Körnerbrötchen verabschieden. Bei Gemüse( z.B. Kohl) und Obst (z.B. Ananas und Kiwi) alles ohne Fasern- wird etwas kompliziert, weil ja Ballaststoffe wichtig sind. Vielleicht sind selbstgemachte Smoothies eine Alternative , habe ich aber noch nicht ausprobiert. Es stimmt schon, man man muß viel ausprobieren, aber auch das kann spannend sein :2daumen: .Meine Langzeittherapie gegen Entzündungen beschränkt sich auf 2mg Salofalk morgens. :bye: LG Gitte