Samstag, 1. November 2014, 09:02 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Cröhnchen-Klub Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Schnatterinchen

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 140

Danksagungen: 38

Geburtstag: 9. Februar 1981 (33)

CED: Colitis Ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

1

Sonntag, 30. Oktober 2011, 21:39

Stillen trotz Medikamenten?

Hallo allerseits,

ich bin jetzt in der 23. Woche schwanger und bisher läuft mit der CU und den Medikamenten alles gut. Ich nehme 5mg Cortison und 150 mg Azathioprin sowie Salofalk als Granulat.
Mein Internist ist begeistert von meinen Werten und wenn bis zum Ende der Schwangerschaft alles so bleibt, bin ich begeistert.

Jetzt würde ich gern wissen wie das mit dem Stillen später ist. Kann man das auch trotz der Medikamente? Ich mein das Baby bekommt ja jetzt auch schon nen Teil davon ab und es ist nicht schädigend. Ich würde so gern stillen, weiß aber nicht ob das mit dem Medis möglich ist.
Meine Frauenärztin weiß in Sachen CU nicht bescheid und mein Internist muss sich was das stillen angeht auch erst belesen. Meine Hebamme meint, sie hat schon eine Frau gehabt die MC hat und auch mit Medikamenten gestillt hat. Und das Baby ist kerngesund. Sie musste wohl nur einmal öfter zur Untersuchung damit bei dem Baby nach den Blutwerten geschaut werden kann.

Wie ist das denn bei euch? Hat hier schon mal jemand mit Medikamenten bei MC oder CU gestillt? Was haben eure Ärzte dazu gesagt?

Vielen Dank im Voraus für eure Meinungen und Anregungen.
Danke dass es euch gibt.

:klatsch:

Liebe Grüße
Schnatterinchen

Miriam1980

CK-Super-Moderator

Beiträge: 3 117

Danksagungen: 7726

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

2

Montag, 31. Oktober 2011, 12:42

Hallo Schnatterinchen,
ich habe meinen ersten Sohn auch unter Cortison gestillt (erst 2,5mg, dann höher) und es war überhaupt kein Problem.
In meiner zweiten Schwangerschaft habe ich die gesamte Zeit über 100mg Azathioprin genommen. Nach der Schwangerschaft bin ich auf 150mg hochgesetzt worden und stille voll.
Ich habe sowohl mit meinem Gastro, als auch mit meinem Kinderarzt (der sehr lange Zeit selbst in einer Beratung bzgl. Medikamente und Schwangerschaft/Stillzeit gearbeitet hat) als auch mit Embryotox gesprochen und alle 3 haben mir einheitlich gesagt, dass man unter Azathioprin stillen darf.
Unser Kleiner ist mittlerweile 7 1/2 Monate alt, toll entwickelt und kerngesund. Wir haben zwischendurch auch sein Blut kontrollieren lassen und es ist alles bestens.
Man muss ja auch bedenken was für immense Vorteile das Stillen für das Kind (und für die Mutter) hat, zu Muttermilch gibt es keine Alternative und ich habe lange mit meinem Kinderarzt, der bestens informiert ist, darüber gesprochen und er meinte, ich solle bitte auf jeden Fall und so lange ich will stillen!
Ich kann Dir also nur raten Dich nocheinmal bei Embryotox.de beraten zu lassen (wie es sich nämlich mit Mesalazin verhält kann ich Dir nicht sagen, aber ich denke nicht, dass es ein Problem ist, aber lieber nochmal abklären lassen) und dann wünsche ich Dir noch eine wunderschöne Rest-Schwangerschaft und anschließend eine tolle Stillzeit. Es ist wirklich das Beste was Du für Dein Kind tun kannst.
Falls Du noch Fragen hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden.
LG Miriam :wink:
Ankündigungen - bitte lesen!
Blau = Moderatorin
Schwarz = Privatperson



...und mit dem gar nicht mehr kleinen Löwen :knuddelh:
...und der kleinen Strampelmaus :knuddelh:

Schnatterinchen

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 140

Danksagungen: 38

Geburtstag: 9. Februar 1981 (33)

CED: Colitis Ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

3

Montag, 31. Oktober 2011, 22:32

@Miriam
Danke für deinen Beitrag. Und auch danke für den Tipp mit Embryotox. Da bin ich ja eh schon angemeldet, sprich die haben meine Daten bzgl. der Schwangerschaft. Dann werd ich diese Woche dort mal anrufen und mich beraten lassen. Mal schauen was die zum stillen sagen.

Ich würde so gerne stillen und fände es schade wenn es eben aufgrund der Medikamente nicht gehen würde. Und wie gesagt, meine Ärzte sind sich da nicht sicher. Einzig die Hebamme bestärkt mich in meiner Absicht stillen zu wollen.

Mal schauen was die in Berlin dazu sagen und dann werd ich das nochmal mit meinen Ärzten besprechen.
Danke dass es euch gibt.

:klatsch:

Liebe Grüße
Schnatterinchen

Nanuc

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 18

Danksagungen: 57

Geburtstag: 21. April

CED: Colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

4

Samstag, 28. Januar 2012, 17:07

Hallöchen Ihr,

jetzt melde ich mich zu dieser Thematik aus aktuellem Anlass auch mal zu Wort:

Mein Mann und ich basteln derzeit auch an einer Schwangerschaft und aus diesem Grund beschäftige ich mich auch eingehend mit dem Thema Aza und stillen. Nach langem hin und her, tendiere ich auch zum stillen. Es ist, wie Miriam schon geschrieben hat, das beste was man dem Kind mitgeben kann. Embryotox schließt es ebenfalls nicht aus und die sollten doch eine Ahnung davon haben, bzw. sind sie seriös. Im aktuellen Bauchredner steht auch, daß unter Aza gestillt werden kann und Prof. Raedler, ebenfalls ein bekannter Arzt auf dem CED-Gebiet, befürwortet es auch. Ich habe immer so ein wenig den Verdacht, daß nur diejenigen davon abraten, die nicht auf dem aktuellsten Stand der medizinischen Forschung sind. Das ist eigentlich echt schade. Schade war auch, daß ich meinen Gastro mit der Meinung von Embryotox konfrontiert habe und er mich nur grinsend gefragt hat, was das denn sei, eine neue App? Also keine Ahnung davon. Im Falle der Schwangerschaft, die hoffentlich doch bald eintreten wird, werde ich dieses Thema nochmals mit meinem Gyn, der Hebamme und ggf. einem Kinderarzt besprechen. Kinderärzte sollten hier doch auch was beitragen können, oder etwa nicht?

Würde mich über weitere Meinungen zu dem Thema freuen. Es wundert mich sowiso, daß zu diesem Thema verhältnismäßig wenig kommt. Es muß doch viele Frauen hier in den Foren geben, die Aza nehmen, schwanger werden oder sind und dann auch entweder gestillt haben oder nicht, bzw. sich mit dem Thema beschäftig haben. Wo sind die denn alle?

Ich wünsche ein schönes Wochenende...

Nanuc :wink:
„Wir werden füreinander einzig sein in der Welt."

Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)

emira

CK-Grünschnabel

Beiträge: 6

Danksagungen: 63

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

5

Samstag, 28. Januar 2012, 19:07

Ebenfalls unsicher...

Hallo,
ich bin gerade ebenfalls schwanger (17.SSW) und beschäftige mich auch mit der Frage stillen oder nicht?! Nehme 175mg Aza und 3mg Budenofalk und fühle mich damit super, als hätte ich nie was am Darm gehabt. Würde auch so gerne stillen...! Habe mich bei Embryotox beraten lassen, die meinten auch, dass es möglich wäre, sofern man engmaschiger kontrolliert, mein Frauenarzt hat sich bislang noch nicht geäußert und eine Hebamme habe ich (noch) nicht. Fände es interessant mal einen Kinderarzt hierzu zu befragen, aber ohne Kind kann ich ja schlecht zu nem Kinderarzt ;-)
Bin gespannt, wofür Du dich entscheidest Schnatterinchen. @Miriam: das ermutigt ja schon, dass Stillen möglich ist. Vor allem, man kann es ja auch beenden, wenn die Blutwerte vom baby sich verändern.
LG

Miriam1980

CK-Super-Moderator

Beiträge: 3 117

Danksagungen: 7726

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

6

Sonntag, 29. Januar 2012, 09:41

Hallo Nanuc, Hallo Emira,
meine Meinung zu diesem Thema habe ich ja bereits geschrieben, s.o.
Nanuc, Du fragst, warum hier so wenig Resonanz bzgl. dieses Themas kommt und es ja eigentlich viel mehr Frauen geben müsste, die Medikamente in der Schwangerschaft und Stillzeit genommen haben.
Ich denke, es liegt einfach daran, dass derzeit ein Umbruch stattfindet. Ihr müsst ja bedenken, dass vor einigen Jahren noch rigoros von Schwangerschaften unter Aza aberaten wurde. Dann wurde das "erlaubt" und jetzt findet der Umbruch bzgl. des Stillens statt.
Embryotox ist also auf jeden Fall die richtige Anlaufstelle, da dies wirklich die absoluten Spezialisten für dieses Thema sind und sämtliche Daten sammeln usw. da es ja leider auch immer noch genügend Ärzte gibt, die nicht auf dem neuesten Stand sind und leider vom Stillen abraten.
Wichtig ist eben, dass der Kinderarzt gut informiert ist, denn der ist ja auch derjenige der das Kind ständig sieht und ggf. Blutkontrollen macht. Man kann auch als Schwangere sich durchaus mit einem Kinderarzt zusammensetzen und dieses Thema besprechen. Dann wisst Ihr auch gleich, ob der Kinderarzt Euch gefällt und ob er bzgl. Medikamenten und Stillzeit gut informiert ist.
Ich kann nur immer wieder meinen Kinderarzt zitieren, der mir sagte, dass das Kind vom Aza allenfalls "homöopathische Dosen" abbekommt und ich mir keine Gedanken machen soll. Die Bluttests haben dies alle bestätigt.
Viel Spaß beim Stillen wünscht
Miriam :smile:
Ankündigungen - bitte lesen!
Blau = Moderatorin
Schwarz = Privatperson



...und mit dem gar nicht mehr kleinen Löwen :knuddelh:
...und der kleinen Strampelmaus :knuddelh:

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Nanuc (30.01.2012)

suzuhara

CK-Grünschnabel

Beiträge: 12

Danksagungen: 44

Geburtstag: 17. Juni 1987 (27)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

7

Mittwoch, 1. Februar 2012, 10:47

Guten Morgen miteinander!

Ich selbst bin unverhofft mit MC unter Aza und Humira schwanger geworden und mittlerweile in der 20. Woche.
Sowohl meine Frauenärztin als auch meine Gastro haben unaufgefordert Embryotox befragt - was ich an sich schon eine tolle Sache fand! In der Schwangerschaft, meinten beide, könne meine Dosierung dem Baby kaum schaden und sie wurde so beibehalten. Als meine Frage sich ums Stillen drehte kam allerdings die Kehrtwende. Ich kann mich nicht mehr erinnern ob das jetzt am Humira lag...wenn ich bei euch lese, dass Aza und Stillen jetzt Praxis ist würde ich es glatt annehmen.

Die schlimmste Erfahrung habe ich bei der Feindiagnostik in der 13. Woche gehabt. Die Ärztin dort hat mich gehörig zusammengefaltet wie ich denn zwei so starke und zT. noch "ungeprüfte"(ohne Erfahrungswerte in der SS) Medis nehmen kann. Mein Kind hätte keine Chance auf ein funktionstüchtiges Immunsystem etc.

Ihr könnt euch vorstellen wie schockiert und verwirrt ich war.
Mir blieb nur der Gedanke, der in einigen Threads auftauchte: Ohne Medi gar kein Baby!
Bevor ich also einen Abbruch riskiere hole ich noch das Beste aus der Situation raus.
Falls Eine/Einer von euch sich auch schon mit ähnlichem rumschlagen musste - hört lieber auf die Gastros und Fachärzte und nicht auf Halbwissen von Leuten die meinen ihren Senf dazugeben zu müssen, obwohl sie MC und CU nur mal kurz im Studium gehört haben.

Beste Grüße und allen ein gutes Gelingen :smile:
[b][color=#006600]Alles wird gut![/color][/b] :gruppe:

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Belly (01.02.2012)

Nanuc

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 18

Danksagungen: 57

Geburtstag: 21. April

CED: Colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

8

Freitag, 3. Februar 2012, 20:45

Ich habe jetzt in den letzten Tagen nochmals eingehend recherchiert zu dem Thema "Stillen unter Aza" und ich habe jetzt mal auf englischen / amerikanischen Seiten recherchiert, da ich das Gefühl habe, daß insbesondere die Amerikaner bei dieser Thematik ein ganzes Stück weiter sind als wir in Deutschland. Jedenfalls bin ich immer wieder auf folgenden Satz gestossen: We conclude that breastfeeding should not be withheld in infants of mothers receiving azathioprine. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17261122

Ich habe die Wörter Wörter "breastfeeding" und "azathioprine" bei google eingegeben. Ich übersetze diesen Bericht so, daß hier das stillen unter Aza befürwortet wird.

Weiterhin werde ich noch persönlich mit einer guten Bekannten in den Staaten Kontakt aufnehmen, die derzeit Kinderkrankenschwester lernt. Ich bin gespannt auf ihre Aussagen und werde hier berichten.

Auf eure Meinungen bin ich weiterhin gespannt...

Liebe Grüße und ein schönes Wochenede...

Nanuc :wink:
„Wir werden füreinander einzig sein in der Welt."

Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)

Miriam1980

CK-Super-Moderator

Beiträge: 3 117

Danksagungen: 7726

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

9

Samstag, 4. Februar 2012, 10:21

Hallo Nanuc,
mal ganz kurz: Wie viele Meinungen willst Du zu diesem Thema hören? Wieviele Leute willst Du hierzu befragen?
Wie oft willst Du noch hören "Ja, es geht" und eben von uninformierten Menschen: "Es geht nicht". :frag: Im Internet findest Du auch viel Blödsinn, alte Berichte, Berichte, die längst widerlegt sind und ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, wenn Du Dir nun auf eigene Faust vollkommen ohne Filter, sämtliche Berichte durchliest, wo es dann auch Verständnisprobleme gibt, und hier Passagen daraus veröffentlichst.
Dafür gibt es doch gerade die entsprechenenden Anlaufstellen, wie z.B. Embryotox, die sich genau mit dieser Thematik befassen und Zugang zu Studien und Fallserien haben, die auch nicht im Internet veröffentlicht werden, die eigene Daten sammeln usw. usf.
Und die sagen: Stillen unter Aza? -Ja, ist möglich!
Und die Feinheiten kann man dann beizeiten mit dem Kinderarzt besprechen.
Ich weiß nicht, was Dir eine angehende Krankenschwester aus Amerika dazu besser beantworten könnte.

Ich kann Dir auch aus eigener Erfahrung wirklich nur dazu raten, Dich an die entsprechenden Stellen zu halten, da man von der Informationsflut sonst wirklich erschlagen wird und es einem persönlich sehr schwierig fällt dort die Spreu vom Weizen zu trennen und dies dann wiederum in Verunsicherung resultiert.
Eine persönliche Pro/Contra Liste also hier aufzustellen, halte ich für wenig sinnvoll, da die entsprechenden Stellen das Thema bereits bewertet haben, es ist jetzt Deine Entscheidung was Du draus machst.
LG Miriam
Ankündigungen - bitte lesen!
Blau = Moderatorin
Schwarz = Privatperson



...und mit dem gar nicht mehr kleinen Löwen :knuddelh:
...und der kleinen Strampelmaus :knuddelh:

Nanuc

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 18

Danksagungen: 57

Geburtstag: 21. April

CED: Colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

10

Samstag, 4. Februar 2012, 12:45

Hallo Miriam,

ja, du hast recht, Emryotox sagt ja zum stillen. Aber anscheinend ist das für die Mehrzahl der Frauen noch nicht ausreichend genug um ihr Kind unter Aza zu stillen. Obwohl dies ja eine offizielle Stelle ist.

Bis vor einigen Jahren wurde ja sogar noch davon abgeraten unter Aza überhaupt schwanger zu werden. Dies ist auf Grund der vielen positiven Erfahrungsberichte heute nicht mehr so. Was ist dann daran so schlimm, sich in einem anderen, weitaus größeren Land als Deutschland und somit mit wesentlich mehr Betroffenen, über den dortigen aktuellen Stand zu informieren? Ich habe eben nicht nur irgendwelche veraltete Seiten durchgelesen, nein, ich versuche auch über eine, meiner Meinung nach guten Quelle mit direkter Verbindung zu Ärzten diese Information zu bestätigen oder ggf. zu widerlegen.

Wenn meine Ärzte, also FA, Gastro und Hausarzt, alle sofort beim Thema stillen unter Aza gesagt hätten, Embryotox sagt ja, dann wäre das für mich kein Thema. Leider war es aber so, daß ich von jedem eine andere Meinung bekommen habe, ganz zu schweigen, daß einer überhaupt das Wort Embryotox in den Mund genommen hätte. Kein einziger meiner Ärzte kennt Embryotox, was nicht heißt, daß ich die Seriösität hier anzweifle, ganz im Gegenteil. Es verunsichert lediglich, nicht mehr und nicht weniger. Ich bin auf Embryotox bei meiner Suche im Internet selbst gestossen.

Es ist schön, daß du einen Kinderarzt hast, dem du vertraust und der das stillen befürwortet hat. Dies hat aber leider nicht jeder. Und aus diesem Grund muß jede für sich selbst entscheiden wieviel Info sie zu dieser Thematik braucht um sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

Ein schönes Wochenende... :wink:
„Wir werden füreinander einzig sein in der Welt."

Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)

Miriam1980

CK-Super-Moderator

Beiträge: 3 117

Danksagungen: 7726

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

11

Samstag, 4. Februar 2012, 14:32

Hallo Nanuc,
natürlich kannst Du Dich soviel darüber informieren wie Du möchtest.
Es ist nur so, dass ich bezweifle, dass die Amerikaner dort besser informiert sind. Auch die greifen auf die gleichen Fallserien und Studien zurück. Letztendlich denke ich, dass Du mit Deiner Suche nach toll informierten Ärzten in USA immer wieder zu dem zurückkommen wirst, worauf Embryotox schon lange verweist.
Wenn Du das für Dich in Hinblick auf Deine Entscheidungsfindung brauchst, bitte.
Mal ein anderes Szenario: Dein Kind trinkt aus der Flasche mit dem Flüssigwaschmittel und Du rufst beim Notruf der Giftzentrale an. Die sagen: Kein Problem, das Waschmittel ist ungiftig.
Würdest Du dann noch Deinen Nachbarn, ein Klinikum in Amerika und eine befreundete Krankenschwester anrufen und um Rat bitten? -Ich nicht! Mir würde die Aussage der Spezialisten von der Giftzentrale reichen und ich würde mich entspannt zurücklehnen.
Es ist schade, dass Deine Ärzte Embryotox nicht kennen, aber auch -oder gerade- für Ärzte, die sich nicht sicher sind- ist Embryotox Ansprechpartner. Es spricht ja nichts dagegen, dass Du Deine Ärzte mal bittest dort anzurufen und sich zu informieren.
Mein Gynäkologe hat auf meine Frage "Stillen unter Aza" auch gesagt "In der Packungsbeilage steht man darf nicht!" Mehr wusste er darüber nicht, daher ist wirklich häufig das Problem, dass viele Ärzte eben nicht informiert oder noch einem veralteten Stand sind. Daher war ich sehr dankbar einen perfekt informierten Kinderarzt zu haben (und einen super Gastro), die diesbzgl. Erfahrungswerte haben.
Ich kann natürlich auch Deine Unsicherheit verstehen, da Du von Deinen Ärzten unterschiedliche Positionen zu hören bekommen hast. Auch das ist natürlich großer Mist (und spricht ja nicht unbedingt für Deine Ärzte!).
Aber vielleicht wäre dann ein Kinderarzt noch einmal ein guter Ansprechpartner. Wenn Du willst, gebe ich Dir auch gerne die Telefonnummer von meinem Arzt, der wird Dir dann das gleiche erzählen wie mir :zwinker:
Vielleicht würde es Dir auch helfen Erfahrungsberichte von Frauen zu lesen, die bereits unter Aza gestillt haben/stillen.
Dennoch wiederhole ich meine Frage: Wieviele Meinungen willst Du hören? -wie kannst Du als Laie selektieren wem Du Glauben schenkst?
-Ich persönlich halte mich da an die Spezialisten, an meinen Kinderarzt und an meine eigene Erfahrung.
Neue Erkenntnisse haben gezeigt: Stillen unter Aza ist ok! Genauso wie es kein Problem ist, heutzutage unter Aza schwanger zu werden. Vor 15 Jahren noch hätte Dir vermutlich die Mehrzahl der Ärzte zu einem Abbruch geraten.
LG Miriam
PS: Was ich noch sagen wollte: Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich habe mich damals auch ausführlich darüber informiert und habe auch meinen Kinderarzt dazu genötigt bei meinem Kleinen Blutkontrollen zu machen (auch wenn mein Kinderarzt immer nur die Augen verdreht hat und gesagt hat, es wäre nicht nötig). Aber wie gesagt: Die Blutkontrollen waren alle :daumenh: und das war das, was mir dann auch noch den letzten Funken Sorge genommen hat.
Ankündigungen - bitte lesen!
Blau = Moderatorin
Schwarz = Privatperson



...und mit dem gar nicht mehr kleinen Löwen :knuddelh:
...und der kleinen Strampelmaus :knuddelh:

Ida

CK-Grünschnabel

Beiträge: 4

Danksagungen: 78

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

12

Samstag, 4. Februar 2012, 23:49

Hallo zusammen,

erstmal: Schnatterinchen, wie geht es dir? du als Initiatorin hast doch bald Termin!

Ich habe mich nun extra für eine Antwort angemeldet, habe aber vorher schon gaanz viel mitgelesen und finde es klasse, wie ihr euch hier austauscht.

Deshalb, Miriam: ich kann Nanuc nur vollkommen unterstützen, auch ich mache mir so langsam meine Gedanken, wie ich das mit den Medikamenten regeln kann/will (Aza, seit einem Jahr schubfrei) und habe verschiedene Aussagen bekommen. Ich bin dankbar für jede Info, und wenn der Krankenschwester in Amerika dazu mehr Studien zugänglich sind (als Privatperson ist das ja schwieriger), dann ist es doch klasse, diesen Kanal zu nutzen. Den Einfluss der Firmen, die ihre Medikamte vertreiben wollen, kann man leicht unterschätzen. Selbst wenn Aza für mich ein wirkungsvolles Medikament und Embryotox unabhängig sind möchte ich doch andere Sätze lesen können als "Symptome [...] wurden in der Regel nicht beobachtet" und es lägen "eine Reihe von Fallberichten- und serien" vor. Welche, wie viele?

Wenn ihr wollt, hier was ich mir zusammengesucht habe:
Im Mutterleib ist das Kind wohl noch "geschützt", da ihm ein Enzym fehlt:

Zitat

Azathioprine crosses the placenta, but the immature fetal liver lacks the enzyme inosinate pyrophosphorylase needed to convert azathioprine to its active metabolite, mercaptopurine.
-> toller Artikel
aber danach eben nicht mehr. Wie auf Embryotox und in Abstracts von Studien zum Thema Stillen nachlesbar: es ist eine geringe Konzentration nachweisbar (0,09%). Jaa, hört sich doch auch nicht schlecht an. Ich bin inzwischen sehr sensibel was die Bildung eines starken Immunsystems (und einer guten Darmflora) angeht, versteh also vollkommen, wenn selbst der kleinste Einfluss noch dreimal umgedreht werden will und mach das selbst auch :keineahnung: schließlich greift dieses 6-MP in die Bildung der T-und B-Lymphozyten ein.
Weiter , mit Diagrammen: höchste Konzentration von 6-MP ("umgewandeltes Aza") innerhalb der ersten 4h. (supi, gut zu wissen)

Zitat

"concentration of 6-MP in maternal milk showed peak values within the first 4 h after drug intake"
Die Studien zum Stillen umfassen von meinem Überblick her nur wenige Frauen (mal 4 hier , mal 10 da , mal 8 dort ), weshalb ich auf mehr Infos schon gespannt bin :zwinker:
Kurz: Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, würde ich wie Miriam und andere hier auch stillen und Aza weiternehmen. Vor allem wegen dem positiven Einfluss fürs Kind. Die endgültige wissenschaftliche Unbedenklichkeitsbestätigung sehe ich noch nicht so genau und finde es daher gut, weiter zu sammeln.

Liebe Grüße in die bunte Runde und danke für dieses Forum, auch als stiller Leser!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ida« (5. Februar 2012, 00:00)


Nanuc

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 18

Danksagungen: 57

Geburtstag: 21. April

CED: Colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

13

Montag, 6. Februar 2012, 08:17

Zitat

"Mal ein anderes Szenario: Dein Kind trinkt aus der Flasche mit dem Flüssigwaschmittel und Du rufst beim Notruf der Giftzentrale an. Die sagen: Kein Problem, das Waschmittel ist ungiftig.
Würdest Du dann noch Deinen Nachbarn, ein Klinikum in Amerika und eine befreundete Krankenschwester anrufen und um Rat bitten? -Ich nicht! Mir würde die Aussage der Spezialisten von der Giftzentrale reichen und ich würde mich entspannt zurücklehnen."



Liebe Miriam,

dieser Vergleich ist wohl etwas unpassend. Wenn ein Kind aus einer Flasche mit Flüssigwaschmittel getrunken hat, packe ich es sofort ein, fahre ins Klinikum und lasse es dort untersuchen, dann habe ich vermutl. eine schnelle Wirkung durch das Waschmittel und bekomme im KH auch schnelle Auskunft oder ggf. Hilfe in Form einer sofortigen Therapie und nicht drei verschiedene Meinungen.

Wenn ich mein Kind unter Aza stille weiß ich nicht was das auf lange Sicht bedeuten kann. Hier habe ich keine sofortige Wirkung.

Und Meinungen kann ich zu diesem Thema gerne noch viele hören weil es mich einfach interessiert. Und dafür ist ein Forum doch auch da.

Als ich damals mit Aza begonnen habe, habe ich mich auch eingehend informiert. Da ging es allerdings ausschließlich um mich - mit allen Konsequenzen. Jetzt geht es um mein Kind und das ist für mich eine ganz andere Sache. Aber auch das muß jeder für sich entscheiden.

Und wenn ich dann den Beitrag von Ida lese, dann freue ich mich riesig darüber und weiß an dieser Stelle auch, daß ich wohl nicht die einzige bin, die da halt einfach etwas mehr Info möchte. Ich möchte einfach auch gerne wissen, bei wievielen Frauen die Milch und der Säugling untersucht wurden, wie alt sind diese Säuglinge / Kinder jetzt usw.

Weil direkt wissen tue ich es bisher wirklich nur von zweien, daß sie unter Aza gestillt haben. Eine davon bist du.

Einen schönen Tag wünsche ich in dieser brrrrr-Kälte... :wink: :bye:
„Wir werden füreinander einzig sein in der Welt."

Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)

Miriam1980

CK-Super-Moderator

Beiträge: 3 117

Danksagungen: 7726

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

14

Montag, 6. Februar 2012, 11:19

Hallo Nanuc,

Zitat

dieser Vergleich ist wohl etwas unpassend. Wenn ein Kind aus einer Flasche mit Flüssigwaschmittel getrunken hat, packe ich es sofort ein, fahre ins Klinikum und lasse es dort untersuchen, dann habe ich vermutl. eine schnelle Wirkung durch das Waschmittel und bekomme im KH auch schnelle Auskunft oder ggf. Hilfe in Form einer sofortigen Therapie und nicht drei verschiedene Meinungen.
Gut, Du bist noch keine Mutter, daher mit der Vorgehensweise in so einem Fall auch nicht vertraut.
Selbstverständlich würdest Du nicht direkt ins Krankenhaus fahren (bis Du da bist, kann ja schon wertvolle Zeit vergeudet sein), sondern leitest ersteinmal zu Hause Maßnahmen ein, eine erste davon ist, bei der Giftnotrufzentrale anzurufen und deren Anweisungen zu folgen. Daher war mein Beispiel ganz ausgezeichnet, da diese Zentrale auch in diesem Fall alle Informationen hält. (Vermutlich hätten die Ärzte im Krankenhaus dort auch ersteinmal angerufen, denn dafür gibt es ja diese Giftnotrufe).
Es sollte ja auch nur ein Vergleich zur Funktion von Embryotox sein, aber egal jetzt.
Zurück zum Thema.

Zitat

Wenn ich mein Kind unter Aza stille weiß ich nicht was das auf lange Sicht bedeuten kann. Hier habe ich keine sofortige Wirkung.
Nanuc, das stimmt einfach nicht. Natürlich hättest Du, wenn das Kind einen bedeutenden Teil der Dosis abbekommt eine Wirkung. Darum geht es doch gerade. Die Angst ist doch eben, dass das gestillte Kind immunsuppremiert wird und dadurch zu wenig Immunabwehr hat. Außerdem geht es um die Angst von Veränderungen im Blutbild, Auswirkungen auf die Organe... Das passiert aber nicht 4 Jahre nach dem Abstillen.
Abgesehen davon, was ist denn die Alternative? Industriemilch für das Kind? Bist Du auch so konsequent, dass Du- wenn Du Dich gegen das Stillen unter Aza entscheidest, auch das Internet nach Berichten absuchst, welche Auswirkungen es hat, wenn Säuglinge nicht gestillt werden, sondern Flaschenmilch bekommen? -auch im Bereich Bildung des Immunsystems. Das ist nämlich ein genauso großes Feld und Spätfolgen werden bei reinen "Flaschenkindern" nicht ausgeschlossen.
Das sind alles Überlegungen, die alle in die große Entscheidung "Stillen unter Aza" miteinfließen müssen.

Wenn Ihr so genau über die Studien informiert sein wollt. Dann schreibt doch die entsprechenden Stellen an, die werden Euch sicherlich Informationsmaterial darüber zuschicken können.
Und noch einmal: Ich kann das sehr gut verstehen, dass Ihr Euch absichern wollt. ABER ein 100%iger Risikoausschluss ist nicht möglich, daher muss die Entscheidung so getroffen werden.
Letztendlich wird die Entscheidung eh getroffen, wenn man das Kind in den Armen hält. Ich hätte meinem Kind nicht die Muttermilch und alle Vorteile die damit verbunden sind- vorenthalten wollen. Aber das ist eben eine Sache, die man erst beurteilen kann, wenn das Kind dann da ist und die man dann auch prima mit dem Kinderarzt besprechen kann. :ja:
Ebenfalls viel Spaß im Gefrierfach da draußen :zitter:
LG Miriam
Ankündigungen - bitte lesen!
Blau = Moderatorin
Schwarz = Privatperson



...und mit dem gar nicht mehr kleinen Löwen :knuddelh:
...und der kleinen Strampelmaus :knuddelh: