Donnerstag, 17. April 2014, 20:27 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Cröhnchen-Klub Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Tom303

CK-Grünschnabel

Beiträge: 3

Danksagungen: 7

CED: Divertikulitis / Sigmarsektion

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

1

Freitag, 9. März 2012, 09:40

Neue (andere) Schmerzen nach Sigmarsektion.

Hallo zusammen,

ich habe jetzt schon einige Zeit bei Euch mitgelesen und möchte als erstes mal ein dickes Danke an die Betreiber und auch aktiven Mitglieder dieser Seite schicken. Schön, dass es sowas gibt! Wo man doch sich doch allzu oft mit den Problemen alleine fühlt.

Jetzt habe ich mich auch angemeldet weil ich einfach mal weitere Meinungen und evtl. sogar Tipps benötige.

Erst mal zu mir, ich bin 38 Jahre alt und hatte 2006, nach 2 Jahren mit ständigen Entzündungen, eine Sigmaresektion. Gute 20 cm hat man mir rausgeschnippelt.

Seid dieser OP ist es all die Jahre ein ständiges auf und ab. Mal geht’s mir ein halbes Jahr gut, dann wieder schlecht. Zwischenzeitlich hatte ich dann noch 2 Nabelbrüche. 2007 ist mein Hausarzt (Internist) in Rente gegangen. Dann folgte erst mal eine Ärzteodyssee. Ihr kennt es vllt. selber, was man da alles erleben kann. Von“ stellen Sie sich nicht so an“ bis „ das ist alles psychosomatisch“ oder die, die in einem 15 Minuten Gespräch dich nicht einmal anschaun sondern nur Ihren Computer mit Daten füttern, nur um dich beim nächsten Termin im Grunde genommen das gleiche zu fragen .... aber ich schweife ab ...

Mitte 2011, nachdem ich wieder ein paar Wochen mit Schmerzen zugebracht habe, hat mir mein jetziger Internist noch mal gut zugeredet, dass ich Abnehmen muss. Bis dato hatte ich auch stolze 107 kg auf der Wage (bei 188 cm). Also habe ich meine Ernährung umgestellt und abgenommen.

Immerhin seit dem 17 kg. Im Januar wollte ich dann zusätzlich mit Sport anfangen und dann gingen Sie richtig los die Probleme. Nach dem ersten mal Sport (lockere 45 min ohne es zu Übertreiben) hatte ich am Folgetag tierische Schmerzen im linken Unterbauch. Als wenn die Stelle wo ich operiert wurde auseinanderreißt. Gut, ich mir gedacht, kein Wunder .. warst ja jetzt auch Jahrelang faul, da muss sich der Körper erst dran gewöhnen. Also das ganze nach 5 Tagen nochmal probiert und am nächsten Tag wieder da gleiche. Diese Schmerzen habe ich dann auch behalten ... juchu ...

Ich bin dann zu meinem Internisten und habe es ihm erzählt und er guckte mich nur wie ein Schaaf an. . . Und dann kam das Standartprogramm. Blutabnehmen, Ultraschall usw. um eine neue Entzündung auszuschließen. Alles ok ! Schmerzen immer noch da. Dann hat er vermutet, dass ich einen Bauchdeckenbruch haben könnte. Nach einem weiteren Ultraschall sagte er jedoch (O-Ton) Also Herr K. ich sehe da doch nichts. Wird wohl kein Bruch sein. Schmerzen immer noch da. Also ab zur Darmspiegelung. Da war aber auch alles ok. Narbe sah, von innen, gut aus und auch keine Entzündung. Schmerzen immer noch da und werden sogar schlimmer.

So, und dass ist der aktuelle Stand. Ich habe sowohl meinem Internisten als auch den Gastroenterologen gesagt, dass ich auch nicht davon ausgegangen bin, dass es eine Entzündung ist. Einfach weil es ganz andere Schmerzen sind. Wenn man das jetzt schon 8 Jahre mitmacht weiß man schon wie sich das anfühlt. Aber irgendwie habe ich so langsam das Gefühl, die nehmen mich nicht für Voll. Am Montag habe ich jetzt einen Termin bei meinem Internisten. Dann sind auch die Ergebnisse der Spiegelung bei ihm.

Ich weiß einfach nicht, wie ich ihm klar machen kann, welcher Schmerz das ist bzw. das da wirklich was nicht stimmen kann. Das ist auch kein Schmerz wie bei einer Entzündung, eher als wenn es sich verkrampft, auseinanderreißt.....

Ich komme mir schon richtig doof vor, weil ich das Gefühl habe, man glaubt mir nicht. Gestern hatte ich auf der Arbeit solche Schmerzen, dass ich nicht gerade laufen konnte.
Oman .. jetzt hab ich aber viel geschrieben. Danke an die, die bis hier gelesen haben. Ich mußte mich wohl auch mal auskotzen ....

Habt ihr vllt. Tipps für mich, was das sein kann, hattet ihr sowas vllt. auch schon mal? Oder könnt ihr mir einen Tipp geben, zu welchem Arzt ich damit gehen kann? Bin für alles dankbar J

Gruß Tom

tim-kra

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 65

Danksagungen: 579

Geburtstag: 28. Februar 1961 (53)

CED: Divertikkulose (Massive - leider)

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

2

Freitag, 9. März 2012, 14:31

Hm, vielleicht wäre einmal ein Besuch bei einem Osteopathen sinnvoll. Einer der sich auch besonders um den Magen/ Darmbereich kümmert (solche soll es geben, ich hatte einmal so einen).

Und, nach meinen Erfahrungen, es sollte eher ein Heilpraktiker als ein Physiotherapeut sein.

Andrea36

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 153

Danksagungen: 1203

Geburtstag: 17. April 1973 (41)

CED: Sigmaresektion mit Anastomoseninsuffizienz

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

3

Freitag, 9. März 2012, 23:07

Verwachsungen??

Hi Tom,
ich habe auch so eine Geschichte hinter mir.Bin 2009 operiert worden,im 5. Schub (perforiert).Und habe alle Komplikationen mitgenommen die es gibt...egal...
Wenn du eine Frau wärst,würde ich auf Eisprung tippen :groehl: ...ne mal Spaß beiseite...
Vielleicht hast du Verwachsungen,nach der Sigmaresektion und 2 Nabelbrüchen könnte das doch sein,oder?
Mein Bauch ist auch ein Krater,hatte auch noch nen Narbenbruch und ich habe durch die 7(!) Bauch-OP's massive Verwachsungen mit mal mehr,mal weniger Schmerzen.Manchmal kann ich auch kaum laufen.
Vielleicht findet der Doc ja was,woran du arbeiten kannst.Glaube aber nicht,das es vom Sport kommt...ach und Hut ab für die 17 kg weniger. :2daumen:
Lieben Gruß
Andrea
Alles wird gut...

manchmal dauert es nur ein bissl länger!!


wollebollepetra

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 60

Danksagungen: 294

Geburtstag: 8. September 1966 (47)

CED: MC

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

4

Samstag, 10. März 2012, 17:19

Verwachsungen ?

Hallo Tom :wink:
hier darf man sich "auskotzen", weil man hier verstanden wird. :patpat:
Wenn ich Deine Story so lese ,tippe auch ich auf Verwachsungen.Hatte letzen Herbst einen Briden- Ilius (Darmverschluß durch Verklebungen von Vor-OP ). Bin sonst an Bauchschmerzen gewöhnt, aber da dachte ich mir bohrt einer mit
dem Messer drin `rum. Das kam bei mir auch ganz plötzlich, hat mir dann gerade noch so ins KK gelangt. Verwachsungen
sind schwer zu diagnostizieren,kann der "Schnippler" erst bei offenem Bauch sehen.Bei Dir haben sie ja schon eine ganze
Menge untersucht, hast Du nicht wenigstens einen guter (verständnißvollen !! ) Hausarzt, der wenigstens was GESCHEITES
gegen die Schmerzen verschreibt.Laß noch mal höhren, was rauskommt, würde mich interessieren.
Liebe Grüsse Petra
P.S.Gib nicht auf ! Wer richtig Schmerzen hat, hat`s nicht an der" Klatsche" :pip:

Tom303

CK-Grünschnabel

Beiträge: 3

Danksagungen: 7

CED: Divertikulitis / Sigmarsektion

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

5

Montag, 12. März 2012, 08:29

Erstmal Danke für die Antworten. :daumenh:

Ja, an Verwachsungen habe ich auch schon gedacht. Was die ganze Sache ja auch nicht wirklich besser macht, weil man da (wenn ich es richtig verstanden habe) ja auch nur durch eine OP was machen kann. . .

Heute Nachmittag habe ich meinen nächsten Termin beim Doc. Menschlich ist er ne Wolke, wir haben immer ne Menge Spass und er ist jemand, der mir zumindestens das Gefühl gibt, dass er mir zuhört. Fachlich habe ich allerdings so meine Zweifel. . . langsam . . . Hab eher das Gefühl, dass er da bald ein wenig mit mir Überfordert ist. Verschreiben tut er mir auch nie wirklich was. Beim letztenmal hieß es nur, Paracetamol oder Buscopan nehmen. Was bei den Schmerzen aber eher ein Tropfen auf den heißen Stein ist bzw. gar nicht wirkt. Habe mir am WE dann erstmal Ibupr. 800er reingehaun. Wenn man so lange dabei ist, hat man ja eine nicht gerade kleine Hausapotheke :cool:

Kann man Verwachsungen eigentlich durch ein MRT sehen? Wahrscheinlich ne dumme Frage aber ich hatte halt gedacht, dass ich meinen Doc heute mal danach frage. Oder, wenn er wieder nicht weiter kommt mit mir, dass ich ihm nach ner Einweisung für´s Krankenhaus frage. In der Hoffnung, dass die die es operiert haben, sich den ganzen Klumpquatsch noch mal anschaun.

Ich werde morgen mal berichten, was jetzt weiter passiert.

Tut auf jedenfall gut, mit Leuten zu schreiben, die auch so ein Rotz an der Backe haben :knuddelh:

@Petra; Was ist denn Deiner Meinung nach ein gescheites Schmerzmittel dafür?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom303« (12. März 2012, 08:37)


dany29

CK-Moderatorin

Beiträge: 2 345

Danksagungen: 14173

Geburtstag: 2. September

CED: MC

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

6

Montag, 12. März 2012, 10:50

Hi
Habe mir am WE dann erstmal Ibupr. 800er reingehaun.
Also die würde ich an deiner Stelle weg lassen, da dieses Medikament einen neuen Schub auslösen kann.
Ich hatte auch verwachsungen, und keiner hat es irgendwo gesehen,erst als sie mir eigentlich wieder ein stück Darm entfernen wollten..sahen die das , dass alles verwachsen und verklebt war...und ich kann deine Schmerzen nach empfinden. Ich würde deinem Doc drauf ansprechen das du was stärkeres brauchst gegen schmerzen und es einfach nicht reicht.

Blauer Text= Mod Dany/Lila Text= Meinung als Privatperson
Hier geht's zu den Ankündigungen - bitte lesen!

tom03

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 62

Danksagungen: 588

CED: Simgaresektion Nov. 2011. nach 2x Divertikulitis

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

7

Montag, 12. März 2012, 18:25

Hallo Tom,

Hattest Du eine laparosk. Resektion ?
Beschreibe doch mal die Schmerzen. Lokal unter der Narbe oder eher weiter innen ?


LG, Tom

Tom303

CK-Grünschnabel

Beiträge: 3

Danksagungen: 7

CED: Divertikulitis / Sigmarsektion

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

8

Montag, 12. März 2012, 19:06

So, bin wieder zurück vom Doc und wie ich es schon "befürchtet" habe weiß er wohl auch nicht wirklich weiter mit mir. Er hat mir jetzt eine Einweisung ins Krankenhaus mitgegeben.
Werde morgen also erstmal dort anrufen und hoffen, dass es nicht wieder ewig dauert bis ich einen Termin bekomme.
So richtig glücklich bin ich aber nicht mit der Lösung da ich dann schon das OP-Schild vor mir sehe und darauf auch nicht wirklich Lust habe. Irgendwie ist man ja schon ein wenig OP geschädigt und hat
nicht mehr so großes Vertrauen, dass es damit besser wird. Vllt. mache ich mir aber auch einfach wieder zu früh nen Kopf ...

@Tom; Ja, es war eine laparoskopische assistierte Sigmarsektion und ein Nabelhernienverschluss bei der OP.
Der Schmerz ist das erstmal nach dem Sport im Januar aufgetreten. Es ist eher ein Krampfgefühl im linken Unterbauch. Halt da, wo die Hauptnarbe ist. Ich hab auch immer das Gefühl, dass ich einen Teil des
Darms direkt erfühlen kann. Manchmal zieht es so, dass es mich richtig krümmt...
Der Schmerz ist aber halt nicht der typische Entzündungsschmerz, ich denke jeder der sowas hat, weiß wovon ich spreche. Fühlt sich an, als wenn da was gerissen, gezert, verkrampf ist .. eher so in diese Richtung .. :argh:
Gruß

Duke

CK-Freak

Beiträge: 1 338

Danksagungen: 8474

9

Donnerstag, 15. März 2012, 20:02

Kann man Verwachsungen eigentlich durch ein MRT sehen? Wahrscheinlich ne dumme Frage


Hallo Tom!



Nein, Verwachsungen selber kann man leider nicht sehen, evtl. aber, mit etwas Glück, die eingeschnürte Darmschlinge, weil sich dort Luft oder Flüssigkeit staut. Und dumme Fragen gibt es nicht!!!



Ich habe einen sogenannten "Verwachsungsbauch" nach einer Peritonitis nach Dünndarmverletzung. Meine Verwachsungen machen zwar Schmerzen, diese sind aber zum Glück in der Regel ohne Schmerzmittel auszuhalten. Eine Zeitlang war das schlimmer, jetzt wieder besser (hatte damals eine unerkannte Fruktose Unverträglichkeit und dadurch viel Luft im Darm) Allerdings liegt eine Verwachsung so ungünstig, dass es jederzeit zu einem Darmverschluss kommen kann (Blähungen können im ungünstigsten Fall ausreichen).

Der hef Chirurg in meinem bevorzugten Krankenhaus hat mir selber gesagt, dass er meinen Bauch erst operiert, wenn gar nichts anderes mehr geht, da es ein grosses Risiko sei. Beim lösen der Verwachsungen kann der Darm verletzt werden und ganz sicher werden nach der OP neue Verwachsungen entstehen, die wohlmöglich neue -schlimmere?- Beschwerden machen können.

Daher lebe ich nun damit und bin darauf eingestellt, irgendwann wohl notfallmäßig wieder auf dem OP Tisch zu liegen.... :keineahnung: !!

Ich bin im Moment froh, dass sie mich nicht aufgeschnitten haben!!



Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen!



Alles Gute für dich und :besserung: !
Viele Menschen versäumen das kleine Glück während sie auf das grosse warten!


:bye: