Dienstag, 21. Oktober 2014, 17:07 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Cröhnchen-Klub Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

ragusa7

CK-Grünschnabel

Beiträge: 8

Danksagungen: 57

CED: CU

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

1

Freitag, 9. März 2012, 08:46

Klo-Rennerei und Psyche

Hallo Zusammen



Bereits seit einigen Jahren leide ich an CU. Die Krankheit an und für sich habe ich für mich so akzeptieren können.

Nicht gut umgehen kann ich mit der ständigen Klo-Rennerei...
Bereits vor Jahren ist es mir ein paar Mal passiert, dass ich wärend eines akuten Schubs zu langsam war um auf die Toilette zu kommen & ich hatte die Hosen voll.
Das waren für mich sehr schlimme Erlebnisse & ich schäme mich noch heute dafür... Seither habe ich immr eine Tasche mit Reserve-Kleidung dabei.
Soweit so gut, oder eben nicht... Ich habe durch diese Erlebnisse irgendwie einen "Knacks" bekommen & egal was ich tue oder wohin ich gehe schon Angst, dass mir das wieder passieren könnte...
(Selbsterfüllende Prophezeihung oder wie sagt man dem?!?!)

Egal wo ich bin suche ich immer nach Möglichkeiten wo ich im Notfall hinrennen könnte...
Ein Stau auf der Autobahn z.B wäre für mich der absolute Super-Gau, weil ich GENAU in dem Moment auf Klos müsste.... Überhaupt muss ich immer dann, wenn weit & breit kein Klo zu erreichen oder in Sicht ist... Kleine Ausflüge werden durch meine (ich sage mal ) Neurose fast schon minutiös geplant. Viele Ausflüge uns Situationen vermeide ich (Bus-Fahren, Zugfahren ohne Klo, Skifahren oder Wandern...) Ich kriege dann Herzrasen, kalter Schweiss läuft mir runter, ich werde gereizt etc... Habe mich dann schlicht nicht mehr unter Kontrolle in solchen Situationen...
Mich belastet es sehr, das ich auf viele Sachen verzichten, welche mein Mann gerne machen würde. Klar hat er Verständniss, sehr sogar, aber das belastet mein Gewissen nicht weniger...

Kennt Ihr das auch & wie geht Ihr damit um?
Vermeidet Ihr sollte Situationen oder habt Ihr soviel Selbstvertrauen dass Ihr sagen könnt "Ich löse das Problem wenn es dann kommt?".

Herzlichen Dank für eure Inputs....

Liebe Grüsse aus der Schweiz

ragusa7

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Lala (29.03.2012)

Freya

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 36

Danksagungen: 231

Geburtstag: 11. April 1987 (27)

CED: noch nicht geklärt

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

2

Freitag, 9. März 2012, 13:17

Hallo Ragusa7,

was Du da beschreibst, kenne ich nur zu gut. Ich hatte auch schon "die Hosen voll" - im wahrsten Sinne des Wortes.
Es war furchtbar peinlich, aber beruhigt hat mich ungemein, dass es keiner gesehen und gewusst hat, ausser mir. :lol:

Ja ich gehe auch nur an Orte, wo ich weiß, das da ein WC ist. Aber ich versuche wenn ich irgendwohin muss, früh beizeiten aufzustehen, um genügend Zeit zu haben,
nochmal das WC zu benutzen. Ich informier mich vorher auch immer peinlichst genau, ob da ein WC ist. Ich denke immer Planung ist alles und es beruhigt mich schon zu wissen, wo das nächste erreichbare WC ist.

So schwer wie es einem fällt, ich kenne das auch von mir, aber man darf sich nicht verrückt machen. Wenn Du ständig daran denkst, passiert es dann auch.
Hast du es schon einmal mit Medis gegen Durchfall versucht? Die helfen mir, wenn ich mal wohin muss wo kein WC ist.
Was mir auch hilft, ist nix zu Essen. Ich weiss, ist kein guter Tipp. :keineahnung: Aber mir hilfts.

Manchmal denke ich mir auch, ich werde schon ein stilles Örtchen im Notfall finden. Das beruhigt mich auch, so forsch daran zu gehen.
Denn ich will nicht nur zu Hause rumsitzen.
Ja mein Partner ist auch immer sehr verständnisvoll, aber manchmal denke ich was solls und gehe einfach mit ihm irgendwohin.
Dann durchbrech ich meinen Gedankenkreis, indem ich mich ablenke und dann kam es auch schon vor, dass ich durchgehalten habe. :klatsch:

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Anregungen mit auf den Weg geben.

Ich wünsch Dir alles alles Gute und eine beschwerdefreiere Zeit! :patpat:
Liebe Grüße
Freya.
Stellen Sie sich einfach vor, hier stünde Ihr absoluter Lieblingswitz.
Und?
Lustig?
Und jetzt wieder ernsthaft.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

wollebollepetra (10.03.2012)

drachenstern

Stamm-Cröhnchen

Beiträge: 1 923

Danksagungen: 10169

CED: colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

3

Freitag, 9. März 2012, 15:00

Ich denke, diese Situation kennt doch eigentlich jeder hier. Auch ich hatte während eines Schubs schon mehrfach so starken Durchfall, dass ich es nicht mehr aufs Klo geschafft habe, in meinem schlimmsten Zeiten manchmal sogar mehrfach täglich....
Allerdings geht es ja auch Menschen so, die einen starken Magen-Darm-Infekt haben, von daher finde ich das zwar schon peinlich, aber na ja, ist halt so...

Hast du denn augenblicklich auch mit Durchfall zu tun??
Ich habe mir in schechteren Zeiten, als es mir besser aber noch lange nicht gut ging, immer mit Immoduim beholfen, das muss man aber mit dem behandelnden Arzt absprechen und hatte glegentlich auch Einlagen im Höschen. Ich fand das unfassbar beruhigend und alles war gut. Inzwischen bin ich in Remission und mache alles was mir Spass macht, auch wenn der Bauch grummelt dann denke ich mir immer, wo ein Wille da ein Busch - hab ich hier mal gelesen und tief verinnerlicht :zwinker: . Außerdem ist das peinlichste das mit mal passiert ist, dass ich im Stau so dringend Wasser lassen musste, dass gar nix mehr ging und ich dann unter Hupkonzerten und Beifallrufen der LKW-Fahrer mich am Straßenrand niederlassen musste, da leider weder Baum, noch Busch, noch Straßengraben vorhanden war :verlegen: - na ja, ich habs überlebt :zwinker: .
Aber back to topic. Es ist auch ganz oft so, dass sich die Angst unterwegs auf die Toilette zu müssen verselbständigt, man also unter dieser Angst leidet, obwohl eigentlich aktuell gar kein Grund besteht und die Lebensqualität extrem darunter leidet. Dann sollte man sich einen Verhaltenstherapeuten suchen, der einem aus dieser Gedankenfalle hilft, damit man das Leben wieder geniessen kann!

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

wollebollepetra (10.03.2012)

Biensche91

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 110

Danksagungen: 877

Geburtstag: 14. Mai 1991 (23)

CED: colitis ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Oma

4

Freitag, 9. März 2012, 15:19

Hallo ragusa,

dein Beitrag könnte von mir sein :smile: Mir geht es genauso wie dir... Ich muss immer dann wenn ich genau weiß jtz dürfte ich nicht und kein Klo in der Nähe ist. Bin auch schon soweit dass ich mir je nach Bauchgefühl Pampers anzieh wenn ich weggeh, weil´s einfach schon zu oft in die Hose ging. Hab auch immer Wechselkleidung im Auto un so...

Leider kann ich dir keinen Ratschlag geben da ich selbst nicht so wirklich damit klarkomm. Bei mir bereitet sich auch immer gleich Panik aus wenn ich merk ich muss. Das einzigste was mich wirklich ein bisschen lockerer macht ist wenn ich ne Pampers anhab. Klar kostet das echt Überwindung das "Ding" anzuziehn aber man siehts nicht und wenn was passiert hat man kaum Sauerei :zwinker:
Ich war auch schon bei der Psychotherapeutin wegen dem Problem aber diese meinte nur dass ja meine Ängste begründet sind (da es ja wirklich in die Hose geht und ich mir nicht nur einbilde ich müsste aufs klo) und sie da nicht wirklich was machen kann. Progressive Muskelentspannung hat sie mir zu dem Thema empfohlen aber so überzeugt bin ich davon jetzt nicht.

Ich hoff ich konnt dich damit ein bisschen trösten, dass du mit dieser Situation nicht alleine bist.



Liebe Grüße

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Tina E. (17.03.2012)

ragusa7

CK-Grünschnabel

Beiträge: 8

Danksagungen: 57

CED: CU

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

5

Freitag, 9. März 2012, 15:57

Hi



Genau so wie Du es beschrieben habt drachenstern geht es mir... Meine Angst hat sich verselbständigt und ich habe diese Angst auch wenn ich in Remission bin.

Auch ich bin bei einer Psychotherapeutin und die sagte genau das selbe wie deine Biensche91.
Helfen tut mir das Training auch nicht.... Habe es auch schon mit Autogenem Training versucht - erfolglos.

& Irgendwie habe ich einen extremen Scham davor, Windeln zu tragen...
Ich habe mich einfach von der Aussenwelt abgekabselt teilweise und das will nicht nicht wirklich...

Skifahren zum beispiel traue ich mich nicht... Was ist wenn die Gondel oder der Sessellift stecken bleibt?



Danke für die tröstenden Worte- Das hilft schon sehr viel!!

crocket

CK-Grünschnabel

Beiträge: 3

Danksagungen: 36

CED: Colitis Ulcerosa

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

6

Samstag, 17. März 2012, 04:06

Das Problem mit der Klorennerei ist mir auch nicht fremd und auch bei mir gings schon in die Hose :verzweifelt:
An einigen Veranstaltungen nehme ich auch schon gar nicht teil da ich weiß das dort zum Teil weder Toiletten noch Büsche vorhanden sind wo man schnell hingehen könnte.
Im Auto ist mein ständiger Begleiter auch eine Rolle Kloapapier die ich auch schon des öfternen für meinen Gang hinter den Busch brauchte.
Wie geh ich damit um?
Es ist nicht leicht und wenn ich irgendwo hingehe schaue ich als erstes wo ein WC ist oder ein Örtchen den man als sowas nutzen kann.
An der Psyche knappert es natürlich aber meine Familie unterstützt mich gut und baut mich auch immer wieder auf.
Seid einem Jahr habe ich nun auch aufgrund der Colitis einen Behinderungsgrad von 30 und wurde einemSchwerbehinderten gleichgestellt wodurch meine Arbeitsplatzsorgen zumindest schon wesentlich geringer geworden sind.
Hierdurch ist auchmeine gesammte Psyche besser geworden.
Vielleicht würde dir dieser Schritt auch helfen falls du noch keine Behinderung zugesprochen bekommen hast.

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Meniskus (21.03.2012), Nani710 (05.04.2012)

Tina E.

CK-Fan

Beiträge: 252

Danksagungen: 1973

Geburtstag: 4. April 1979 (35)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Schwester

7

Samstag, 17. März 2012, 10:40

Hallo Ragusa!

Wenn ich das alles hier so lese, denke ich du erzählst von mir. Ich habe auch schon ewig das Problem, dass ich immer dann auf Toilette muss, wenn ich weiß es ist keine in der Nähe. Ich kenne schon überall die öffentlichen Toiletten sowie sämtliche Wälder. Es nervt echt.
Ich trau mich kaum einkaufen zu gehen, geschweige denn mit meiner Familie was zu unternehmen. Ich war im letzten Winter nicht einmal auf einem Weihnachtsmarkt, aus Angst, nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden. Mein Doc hat mir dann Psychopharmaka verschrieben, die sollen so eine "Leck mich a... A..."-Stimmung machen, damit ich ruhiger werde. Aber so richtig hat mir das nichts gebracht und ich habe sie wieder abgesetzt. Ich war auch schon jahrelang in psychologischer Behandlung, auch ohne wirklich sichtbare Erfolge. :ohje:
Ich denke, es wird bei mir erst wieder besser, wenn ich wirklich richtig in Remission bin, d.h. es mir richtig gut geht. Im Moment beherrscht noch mein Darm meinen Tagesablauf und ich habe Angst, wenn ich weiß, dass ich außer Haus muss. Schon der normale Wocheinkauf geht bei mir im Laufschritt ab, ich renn oft durch die Gänge um schnell fertig zu sein.
Mein Doc hat mir auch Entspannungsübungen wie Prog. Muskelentspannung oder Autogenes Training empfohlen. Wenn ich dies in einer Physiotherapie mache, klappt es wunderbar und es tut mir gut. Sobald ich es aber daheim probiere, gehen mir viele andere Dinge durch den Kopf und ich bin abgelenkt. Wie soll das dann in einem Notfall funktionieren? :verlegen:
Meine Familie unterstützt mich sehr gut und hat auch immer Verständnis, wenn ich mal lieber daheim bleiben will und sie allein losziehen müssen. Mir tut das dann immer sehr leid, aber ich kann manchmal nicht aus meiner Angst heraus.
Eine Homöopathin hatte mir "Aconitum C30" Globuli empfohlen und die habe ich ständig bei mir. Die Kügelchen kann man einnehmen, immer wenn etwas überraschendes passiert, dann wird man ruhiger. Wenn ich also unruhig werde, anfange zu schwitzen und merke, ich muss mal und weiss, es geht jetzt nicht, nehme ich drei Kügelchen. Es hat mir schon oft geholfen. (befrag dich aber bitte vorher bei einem Doc)
Ich hoffe nun darauf, dass es mir bald durch Humira besser geht und ich dadurch dann wieder ruhiger werde und nicht immer auf der Suche nach einem WC sein muss. Ich hatte auch schon viele Phasen, in denen es mir super ging und ich normal unterwegs sein konnte. Darauf versuch ich mich zu freuen. :daumenh:

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es dir auch bald besser geht und du dich wieder ruhiger und sicherer außer Haus bewegen kannst. :2daumen:

Liebe Grüße, Tina. :wink:

caroLin*

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 76

Danksagungen: 479

Geburtstag: 15. Juni 1989 (25)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

8

Samstag, 17. März 2012, 15:09

Hallo ihr Lieben,
auch wenn es ich zum Glück noch nicht so schlimm getroffen hat wie euch, kenne ich das Gefühl, immer wissen zu müssen, wo eine Toilette ist, ganz genau. Gerade letztes Jahr am Anfang der Erkrankung war es so schwer, mich zu überwinden und aus dem Haus zu gehen. Mittlerweile ist es wieder besser, nehme momentan aber auch immernoch Prednisolon und seit einigen Tagen Aza. Ich hoffe, dass es mir damit endlich auf Dauer besser gehen wird. Ich hatte Ende letzten Jahres mal ein Ärzteblatt durchstöbert und da empfiehlte sie, doch einfach immer eine Packung Loperamid (Mittel gegen Durchfall) bei sich zu haben, falls wirklich etwas schief gehen sollte. Dann müsste man nicht ständig auf Shopping Trips, Ausflüge, etc. verzichten. Das hab ich dann gemacht, hatte das Päckchen immer dabei egal ob Uni oder in der Stadt. Ich hatte einfach ein sicheres Gefühl! Bis heute hab ich noch keine einzige Tablette nehmen müssen und meistens nehme ich sie auch nicht mehr mit, aber damals hat es mir wirklich etwas geholfen. Ich glaube man braucht einfach etwas, was den Kopf ein wenig beruhigt.
:knuddelh:

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Lala (29.03.2012)

ragusa7

CK-Grünschnabel

Beiträge: 8

Danksagungen: 57

CED: CU

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

9

Montag, 19. März 2012, 15:56

Hallo zusammen



Herzlichen Dank für all eure Beiträge.

Die Psychotherapie hilft bei mir nicht, da eben die Therapeutin ganz klar sagt, die Anst sei ja begründet und es sei keine Neurose die man "einfach so" Therapieren kann.
Es ist vielmehr die Angst vor der Angst die ich habe. Mir wurde von meiner Therapeutin geraten, einfach auf mich zu vertrauen, egal in welcher Situation.
Notfalltropfen zur Beruhigung, Wechsel-Wäsche und Immodium sind mein ständiger Begleiter. Ebenfalls habe ich auch immer und überall Klopapier dabei.
Nur hilft alles irgendwie nicht gegen diese Angst.
Viel zu lange hat mein Körper mit dieser "Ich muss aufs Klo" Geschichte gelernt wie er sich verhält...
Der einzige ausweg den ich sehe, ist eine längere Beschwerdefreie Zeit zu haben, so das sich mein Körper wieder umgewöhnen kann.

Seit numehr 2 Wochen habe ich neue Medikamente und diese nützen wirklich sehr gut bei mir.
Ich konnte letzte Woche sogar ein Städte-Tripp in einer mir völlig fremden Stadt unternehmen, ganz ohne irgendwelche Ängste!
Klar schaue ich immer noch wo das nächste Klo ist und ich musste auch ein paar Mal rennen. Im Vergleich zu noch vor 3-4 Wochen liegen dazwischen aber Welten!
Ich hatte seit Jahren kein so gutes Gefühl mehr und fühlte mich so Lebendig wie in der letzten Woche! :2daumen:
Das gibt mir wieder unheimmlich Kraft für die nächste Zeit, auch wenn ich weis, dasses genau so schnell wieder vorbei sein kann mit der Freude.

Für dieses Jahr habe ich mir aber fest vorgenommen gegen dieKrankheit zu käpfen und nicht zu resignieren und in Angst und Schrecken zu "Erstarren".
Denn es hat sich für mich wirklich wie ein "Erstarren" angefühlt....

Ich gebe nicht auf, habe ich noch nie & geniesse die Ärgerfreie Zeit jetzt im Frühling um so mehr!

Duke

CK-Freak

Beiträge: 1 524

Danksagungen: 10017

10

Montag, 19. März 2012, 22:35

Hallo ragusa!



Na, das hört sich wirklich gut an :klatsch: !

Es freut mich für dich, dass es dir jetzt so viel besser geht und du endlich mal ein wenig Freiheit geniessen kannst

:hurra1: !



Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass der gute Zustand lange anhält :2daumen: :2daumen: !!



Alles Gute für dich :knuddelh: !!
Viele Menschen versäumen das kleine Glück während sie auf das grosse warten!


:bye:

micha65

CK-Fan

Beiträge: 568

Danksagungen: 8796

Geburtstag: 8. Februar 1965 (49)

CED: Divertikulose

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

11

Dienstag, 20. März 2012, 09:00

Das gibt mir wieder unheimmlich Kraft für die nächste Zeit, auch wenn ich weis, dasses genau so schnell wieder vorbei sein kann mit der Freude.
Hallo Ragusa,

den letzten Teil des Satztes versteck ganz weit in eine Schublade am besten zum abschliessen,und dann nimm den ersten Teil deines Satzes und baue darauf auf, stell Dir vor wie schön das ist wieder mehr Freiheiten zu haben, wie Du bummelst beim Städte Tripp und das schaust Du Dir noch an, weil das alles geklappt hat und Du gar kein Klo brauchst, und das schon seit (stell Dir einfach eine Zeit vor die für deine Begriffe ziemlich hoch ist) Stunden.

Ich glaub genau dies dass es jetzt geklappt hat gibt Dir den positiven Kick :daumenh: deine Angst zu überwinden,weiß wovon ich rede hab die ein oder anderen Angststörungen überwinden müssen.
Nehmt mich so wie ich bin, anders gibt´s mich nicht .

caroLin*

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 76

Danksagungen: 479

Geburtstag: 15. Juni 1989 (25)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

12

Dienstag, 20. März 2012, 15:29

Ich freu mich auch sehr für dich und wie Micha schon sagte, nehm davon jetzt einfach das Positive mit ohne wieder an etwas Negatives zu denken!
Es hat doch geklappt und daran siehst du doch, dass es geht. Man sollte die schönen Dinge einfach viel mehr gewichten!
Ich drück dir die Daumen
:knuddelh:

Fraser

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 143

Danksagungen: 327

Geburtstag: 7. Mai 1971 (43)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

13

Samstag, 24. März 2012, 12:36

Ich glaube, dieses Problem haben alle die an dieser Krankheit leiden...
Ich kenne die Ängste auch irgendwohin zu gehen, wo kein Klo ist und selbst wenn ein Klo da ist, gehe ich während eines Schubes allen unnötigen Aktivitäten aus dem Weg... Weil es bei mir nie leise auf dem Klo ist, sondern immer viel Luft dabei ist... naja! Allerdings kann ich diese Ängste wieder gut ablegen, wenn ich in Remission bin.

Rabisch

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 30

Danksagungen: 246

Geburtstag: 17. April 1990 (24)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

14

Mittwoch, 4. April 2012, 17:03

Wow, wenn ich diese Beiträge lesen, könnte ich schwören, dass ich die selbst geschrieben habe^^

Ist das Problem bei euch auch vorhanden wenn ihr in Remission seid?

Bei mir ists nämlich IMMER so, da kanns mir ansonsten noch so gut gehen mit dem Bauch, aber sobald ich nur dran denke das Haus zu verlassen muss ich davor nochmal aufs Klo.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

wollebollepetra (04.04.2012)

Julitschka

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 53

Danksagungen: 482

Geburtstag: 21. Dezember 1990 (23)

CED: Colitis Ulcerosa

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

15

Freitag, 20. April 2012, 15:36

Hallo ihr Lieben,

auch ich kenne euer problem nur zu gut...in meiner schlimmsten Zeit saß ich jeden Abend auf dem Sofa weil ich mich nicht getraut habe wegzugehen...bahn/Bus fahren ging gar nich,da konnte ich nich beeinflussen wie schnell ich daheim bin...Auß dem haus bin ich nur wenn cih wusste wo die nächste Toilette ist,und auch nur mit Taschentüchern...Ich musste nämlich auch mal sehr dringend und es war keine Toilette in der Nähe,also im öffentlichen Park...zum Glück war es nachts...
Ich hatte also auch eine richtige Psychose....
Was mir sehr geholfen hat ist,das sich meine Lebensumstände verändert haben...trennung vom langjährigen Freund,neue Wohnung,Studium begonnen mit lauter neuen Leuten, und v.a der Satz: man muss auch mal ein bisschen was ignorieren und sich nicht gleich verrückt machen lassen...(soll heißen nicht jedes bauchzwicken is gleich durchfall...)
Ich hab mich bewusst dafür entschieden bestimmte Sachen zu machen,die mir Spaß machten, Ausritte mit meinem Pferdchen, die ich langsam immer länger gesteltete,oder Abends weggehen und einfach Spaß haben! es ist wichtig das man sich einfach wieder Sachen traut ohne den bösen Hintergedanken es könnte ja....Sicher, anfangs immer in der Näöhe eines sauberen Örtchens aber inzwischen auch ohne das genaue Wissen wo das nächste Klo ist...Und selbst wenn es mal soweit sein sollte dann nicht wieder in die Psychomasche zurückfallen, sondern Zähne zusammenbeißen und durch, nichts anmerken lassen, musst nicht jeder wissen was du hast und wie es dir in wirklichkeit geht!
Und um so länger man das übt und um so mehr positive Erlebnisse man damit sammelt um so besser wird es,versprochen!
Das schwierige ist einfach den Anfang zu setzten, und sich nicht entmutigen zu lassen!!!
Ich hab zwar gerade wieder einen Schub und musste auch schon 2 mal wieder ganz schnell heim aber ich habe einen Freund der mich liebt und ich ihn und ich will vor ihm stark sein und nicht schwach uns deswegen reiß ich mich zusammen!
Diese krankheit ist teil unserer Leben,aber das Leben muss sich nicht um Sie drehen.... :knuddelh:
Julitschka :wink: