Also irgendwie erinnert mich Deine Beschreibung etwas an meinen Krankheitsverlauf.
Seit September letztes Jahres ging es mir ziemlich schlecht. Das Blutbild ergab damals keine auffälligen Werte, so dass meine Beschwerden wie immer auf beruflichen Stress zurückgeführt wurden. Verständlich, da ja im Blutbild nichts erkennbar war.
Am 1.1.2012 dann der starke Entzündungsschub mit Blut im Stuhl, Darmschleim, starken Schmerzen mit Durchfall und gleichzeitig aber auch tagelang gar keinen Stuhlgang.
Nachdem ich mich 4 Wochen "durch die Arbeit gequält habe", dann der Zusammenbruch.
Ich habe von 68 kg auf 60 kg innerhalb von 3 Wochen abgenommen (Hat sich allerdings wieder auf 61 kg eingependelt).
Nach der Untersuchung beim Gastroenterologen stellte sich heraus, dass das Blutbild grundsätzlich in Ordnung gewesen ist. Einzig und allein bestand ein leicht erhöhter Leukozyten Wert.
Aber jetzt kommt´s: Er hatte eine Stuhlprobe in Labor geschickt, um auf Calprotectin zu untersuchen. Heraus kam ein Wert, der in der Skala des Labors nicht mehr messbar gewesen ist (jenseits über 850).
Der Gastro meinte zu mir: Es gibt Menschen, bei denen ist im Blut nichts zu erkennen und zu der Personengruppe gehöre (leider) ich. Aber dafür seit ja der Calprotectin Wert da.
Daraufhin wurde die Diagnose CU gestellt mit sofortiger Einleitung einer medikamentösen Behandlung (Prednisolon 50 mg, Calversal Mircropellets 3mg).
Seitdem habe ich kein Schleim und Blut mehr und ca. 1-2 am Tag Stuhlgang.
Geblieben ist jedoch wie bei Dir eine permanente Müdigkeit und Abgeschlagenheit und auch Kreuz- bzw. Rückschmerzen und teilweise Schmerzen im Unterbauch.
Habe furchtbare Angst, dass ich mir das ganze nur einbilde und habe es bisher auch meinem Hausarzt bzw. Gastroenterlogen nicht gesagt.
Ich denke, die sagen nur: Kein Schleim - kein Blut = also auch kein aktueller Schub.
Aber eigentlich bin ich kein Mensch, der sich so was einbildet. Ich fühle mich halt völlig erschöpft und bin froh den Arbeitstag zu überstehen.
So kann es aber auch nicht weitergehen. Bin da auch ziemlich ratlos....
Ich würde an Deiner Stelle erst mal das Ergebnis der Calprotectin Analyse abwarten.
Aufgrund Deiner geschilderten Symptome, die sich mit meinen ähneln, kann ja durchaus eine CED (wie bei mir) diagnostiziert werden.
Viele Grüße und alles, alles Gute
Sunshine_HH