Mittwoch, 22. Februar 2017, 04:53 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Cröhnchen-Klub Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Faeki83

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 30

Danksagungen: 52

Geburtstag: 12. November 1983 (33)

CED: Morbus Chron

Geschlecht: Männlich

21

Samstag, 20. September 2008, 20:07

dito...der fistelkanal geht bei mit direkt durch den schließmuskel...die drainage verläuft wie eine schlaufe durch den kanal und ist am ende zusammengebunden.

diese schneidegeschichte ist wohl auch das, was mein arzt mir erklärt hat, was veraltet und schmerzhaft ist. würde da auch nochmal nachfragen.
bei nem spezielisten biste mit so ner sache auf jeden fall besser aufgehoben. bei mir macht das der chefarzt der ambulanten chirurgie im krankenhaus...dessen spezialgebiet sind genau solche sachen.

Lex

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 39

Danksagungen: 85

Geburtstag: 26. August 1988 (28)

CED: MC

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

22

Sonntag, 21. September 2008, 10:38

Hallo nochmal,

also es ist ganz klar, dass so ne Sache in die Hände von Spezialisten gehört.
Aber mein Hausarzt war jahrelang in der Chirurgie und hat über mehrere Jahre hinweg nur solche Operationen gemacht.
Als er die Abszesshöhle täglich austamponieren musste, weil es das Krankenhaus so wollte, war er ganz empört, dass der Faden so locker gelegt wurde.
Als er fragte, was das KH denn vorhat, konnte ich nur antworten, dass sie die Wunde alle 3 Wochen sehen wollen, damit nichts "explodiert" (wie der Assistenzarzt immer sagt).
Daraufhin hat er selbst kurzerhand den Faden enger gelegt.

Lex
Was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker!

Tajo

unregistriert

23

Sonntag, 21. September 2008, 11:11

Hi Lex,

Nichts gegen deinen Hausarzt und seine Kompetenz. Aber in der Medizin sind ein paar Jahre manchmal Quantensprünge und wenn man sich nicht täglich mit der Materie befasst, verliert man schnell den Anschluss. Zudem finde ich es nicht gut, wenn er ohne sich vorher mit den Chirurgen aus dem KH abzusprechen Hand anlegt.

Will er den Zug nun kontinuierlich erhöhen oder hat er den Faden nur etwas verkürzt? Bei ersterem würde ich auf jeden Fall intervenieren und nachfragen aus den genannten Gründen. Immerhin geht es um deinen Kontinenzapparat.


Gute Besserung

Tajo

Lex

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 39

Danksagungen: 85

Geburtstag: 26. August 1988 (28)

CED: MC

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

24

Donnerstag, 25. September 2008, 19:10

Hallo,

also er hat jetzt erstmal den Knoten aus der Wunde nach außen gelegt (der war nämlich innen) und dann die Schlinge verkürzt. Die war locker (1,5 cm Spielraum) und die hat er nun auf 0,5 cm Spielraum verkleinert. Ansonsten hat er noch nichts gesagt.
Aber keine Sorge, werde es natürlich mit dem KH abklären.

Mal ne andere Frage, die ich noch habe:
Kann denn so ein Faden von selbst auch ohne Zug durch den Schließmuskel wandern, bis er nach außen kommt? (denn woher kommen die 1,5 cm Spielraum her, die vorher ja nicht so extrem da waren)
Ein Chirurg hat nämlich gesagt, dass dieser eben beschriebene Prozess so 4 Monate dauert. (das war beim Aufklärungsgespräch über den Faden)

Und nun sagen die im KH, dass da von selbst überhaupt nichts geht. (-> ?!?!?!?)


Wünsche euch allen gute Besserung,

Lex
Was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker!

Tajo

unregistriert

25

Freitag, 26. September 2008, 13:36

Hallo,

Das sich der Faden von selber durch den Schliessmuskel schneidet/wandert, ist eigentlich nicht möglich, zumal ja kein Zug drauf ist. Ich denke mal dein Zügel war von Anfang an etwas locker eingelegt.

So wie du es beschreibst, wollen offenbar die Aerzte im KH die schneidende Technik anwenden, das könnte mit der Zeitangabe von 4 Monaten gemeint sein, die der Prozess dauert. Ansonsten ist es sehr schwer vorhersehbar, wie lange die Drainage insgesamt bleiben muss. Auf jeden Fall muss die Fistel zuerst absolut inaktiv sein und kein Sekret mehr absondern, bevor über weitere Massnahmen nachgedacht werden kann.

LG

Tajo

Faeki83

CK-Eintagsfliege

Beiträge: 30

Danksagungen: 52

Geburtstag: 12. November 1983 (33)

CED: Morbus Chron

Geschlecht: Männlich

26

Freitag, 26. September 2008, 18:10

Hallo zusammen,

war heute auch wieder beim Arzt. Dieser war sehr zufrieden mit der Wundheilung. Die Riesenhöhle vom extrahierten Abszess in der Pobacke ist schon weitaus kleiner und mittlerweile auch trocken geworden. Die zweite Wunde direkt am Schließmuskel ist komplett verschlossen. Der Gummizügel durch den Fistelkanal ist nach wie vor drin und bereitet keine Probleme...

Mittlerweile sondert die Geschichte auch keinen Eiter oder andere Sekrete ab, was schonmal ein sehr gutes Zeichen ist!!!!

Habe jetzt einen Termin bekommen für die dritte OP, in der die Fistel endgültig stillgelegt und der Zügel entfernt werden soll...13.10.08 gehts los!!!!
Der Chirurg hat mir heute auch bereits die 4 gängigen Methoden zur OP vorgestellt und die Vor- und Nachteile erklärt. (1.schließmuskel an-/aufschneiden, fistel spalten und wieder zunähen, 2. einen "schweinedarm-stick" in den gang einführen, in den das eigene gewebe einwachsen soll, 3. fistelgang aushöhlen und mehrschichtig mit einer Art Lappen oder Deckel dicht machen...die 4. hab ich vergessen). welche er nun anwenden wird, entscheidet er sowieso direkt in der OP, je nach Lage und Ausbildung des Fistelganges...

Er konnte mich jedoch bereits beruhigen, dass ein Stoma zu 90% nicht nötig sein wird, ebenso wenig eine rekonstruktion des schließmuskels!
Insgesamt machte er sehr positive Prognosen, weil bisher alles zur vollsten Zufriedenheit gelaufen ist.

das ganze dauert jetzt schon seit Anfang August, also seit 2 Monaten. Nach der Dritten OP sind 2,5 Monate rum, und bis alles komplett abgeschlossen ist, dauert es wohl insgesamt 3-4 Monate...sofern alles hinhaut!!!

Tajo

unregistriert

27

Freitag, 26. September 2008, 20:43

Hallo Faeki,

Das sind genau jene Methoden, wie ich sie dir bereits beschrieben habe. Ich hoffe auch, dass du dein Anhängsel bald los bist und es nie wieder zurück kommt. Fisteln stellen immer noch ein grosses Problem in der Behandlung dar, weil es keine ultimative Methode gibt und Rückfälle häufig sind. Zudem wird auf dem Gebiet extrem wenig geforscht.
Weiterhin :besserung:

Tajo

Annalena

CK-Grünschnabel

Beiträge: 9

Danksagungen: 363

CED: keine?

Geschlecht: Weiblich

28

Dienstag, 7. Oktober 2008, 14:59

Hallo,

ich wollte Euch ja auf dem laufenden halten.

Heute hatte ich also wieder einen Untersuchungstermin im Krankenhaus. Die Untersuchung ergab, dass die Fissur ganz gut ausschaut, ob diese allerdings ganz abheilt, kann der Arzt noch nicht sicher sagen. Es hat sich jedenfalls neues Gewebe gebildet. Die Sondierung der Fistel hat ergeben, dass sich der Fistelgang von 3cm (lt. letzter Untersuchung vor 4 Wochen) auf nunmehr 1cm verringert hat, also von unten her heilt.

Der Arzt (bzw. Ärzte, sie waren heute zu zweit) sagte, er habe eigentlich damit gerechnet, dass wir heute den OP-Termin/-Verlauf besprechen werden. Nach dem eindeutig besseren Befund möchte er allerdings doch erstmal noch abwarten, in zwei Wochen hab ich wieder einen Termin. Dann sehe ich weiter.

Jetzt nehme ich weiterhin meine Schüssler Salze (hab nach der letzten Untersuchung damit angefangen), vielleicht haben diese ja zu der Besserung beigetragen. :jawohl:

DiSi1979

CK-Fan

Beiträge: 222

Danksagungen: 3

Geburtstag: 19. Oktober 1979 (37)

CED: Morbus Crohn

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

29

Mittwoch, 8. Oktober 2008, 22:16

Fistel OP

Hallo,

ich habe vor circa zehn Jahren mal Probleme mit ner Fistel zwischen Steißbein und Darmausgang. Zu diesem Zeitpunkt war mein Chrohn aber noch nicht diagnostiziert. Die Fistel saß so weit oben, dass man noch denken konnte, es wäre eine Steißbeinfistel. Diese wurde dann mit einem sogenannten Feuerstein ausgebrannt und ich kann mich aber leider nicht mehr daran erinnern, wie lange es gedauert hat, bis das Ding wieder weg und alles verheilt war, ist schon zu lange her für meine grauen zellen. :smile: Vor etwas über zwei Jahren bekam ich wieder so ein komisches Gebilde am Hintern, ich ging zum Gastroenderologen, der meinte ich solle zum Chirurgen. Ich war dann bei einem naja sagen wir es mal so, seltsamen doc, der mir eine Jodsalbe verschrieb und mich wieder heim schickte. Nach etwa vier wochen wurde das ding nicht kleiner, ich hatte das gefühl, dass es wohl eher zu wachsen begann. Die Diagnose dann, sofort ins Krankenhaus zur OP. brav wie ich bin, tat ich das dann auch gleich. Die Ärzte im Krankenhaus waren sehr nett und ich wurde gleich operiert. Die Ärzte dort hatten erst nicht die vermutung, dass es eine Chronfistel wäre, da sie auch eigentlich wieder zu weit oben dafür saß, aber der histologische befund bestätigte dann die chrohnfistel. Es dauerte circa vier monate bis ich wieder alles verheilt war, da das loch ziemlich tief und groß war. Aber ich dachte, ich hätte dann ruhe. mhh, da hatte ich die Rechnung ohne meinen chrohn gemacht, und diesmal schlug er richtig zu. direkt neben meinem schließmuskel kam eine weitere fistel, die ziemlich weh tat. also ging ich gleich wieder zur proktologischen Sprechstunde im krankenhaus zum gleichen arzt. der sagte dann sofort, dass die fistel wieder operiert werden muss, da man anders nichts machen kann. Der Chirurg war wirklich gut, der verstand sein handwerk, bzw. versteht es heute noch. er schnitt so wenig wie möglich raus, ich hatte dann etwa zwei monate einigermaßen ruhe, dann entzündete sich die stelle wieder und begann übelst zu eitern und zu siffen. Also musste der chirurg wieder ran, diesmal mussten sie die blind endende fistel aufschneiden und einen drainagefaden legen, dass alles schön ablaufen und ausheilen kann. der faden fiel mehrmals raus, dass wir es dann versuchen wollten die fistel so abheilen zu lassen. ich hatte viel hoffnung, aber sie begann sich immer wieder zu entzünden, aber nicht so arg, dass man hätte schneiden müssen. aber es suppte ein wenig, und die stelle war sehr gereizt und ich hatte hin und wieder probleme. dies hat mich belastet. ich suchte dann wieder meinen gastroenderologen auf, mit dem ich dann besprach, wie wir weiter therapieren sollen. ich zog einiges in erwägung, bis wir letzendlich zu dem entschluss kamen, es mit remicade zu versuchen. ich war erst etwas skeptisch der therapie gegenüber, aber ich habe mich erkundigt, und habe gelesen, dass es sehr gut bei fisteln sein soll. also wagte ich den schritt, das ist nicht ganz ein jahr her, bis heute bereue ich den schritt nicht, er hat mir wieder ein lebenswertes leben verschafft. kurz nach der ersten gabe, blieb die fistel trocken. ich hatte nicht mehr das gefühl in die hose gemacht zu haben. toll!!!!! :hurra: Vor kurzem konnten wir das künstlich geschaffene loch zum ablaufen der fistel ausschneiden und alles schön zu nähen. Jetzt geht es mir richtig gut. Ich bin wirklich richtig froh, den schritt mit remicade gewählt zu haben. Das gute an der ganzen sache ist, dass ich zum glück nur die wirkung und nicht die nebenwirkung merke.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig durch meine schilderungen helfen. ich würde immer auf den Arzt hören, und wenn ich der meinung bin, dass eine therapie nicht optimal ist, hole ich mir eine zweitmeinung ein. Ich kann dir raten, wenn du das gefühl hast, dass deine fistel zu langsam oder zu schlecht heilt, dann rede doch mal mit deinem behandelnden arzt, ob es noch andere behandlungsmöglichkeiten gibt.
Wenn eine Türe zufällt, geht irgendwo eine neue auf. Man muss nur ganz fest daran glauben!!!

Tajo

unregistriert

30

Donnerstag, 9. Oktober 2008, 08:33

Hallo,

Ich möchte ergänzend noch etwas zur Therapie von Fisteln mit Remicade schreiben. Es ist tatsächlich so, dass bei vielen Patienten sich die Fisteln unter der Gabe von Infliximab "verschlossen" haben. Leider haben die meisten aber einen Rückfall, sobald die Therapie beendet wird (so war es auch bei mir). Als alleinige Option halte ich es bei Fisteln daher nicht unbedingt für geeignet, als Vorbereitung zu einer Fistel OP kann es aber durchaus sinnvoll sein, einen TNF alpha Blocker einzusetzen.


LG

Tajo

Annalena

CK-Grünschnabel

Beiträge: 9

Danksagungen: 363

CED: keine?

Geschlecht: Weiblich

31

Montag, 8. Dezember 2008, 22:30

Hallo Ihr Lieben,

ich wollte Euch ja auf dem Laufenden halten. Nachdem sich bei mir wieder ein Abszeß gebildet hat, wurde ich nun am 28.11. operiert. Der Abszeß wurde dabei entfernt und in die Fistel wurde mir ein Gummizügel gelegt. Dieser Zügel liegt recht locker, dient also lediglich zur besseren Drainage und Vorbeugung weiterer Abszesse, nicht dazu, das Gewebe langsam zu *zerschneiden*.

Sobald die offene Abszeßwunde verheilt ist, soll im Rahmen einer zweiten OP die Fistel saniert werden.

Nun bin ich auf dem gleichen Stand wie Faeki83, wie gehts Dir denn inzwischen?

Es hat sich bereits 1 Gast bedankt.

Stefsi

CK-Gelegenheitsposter

Beiträge: 135

Danksagungen: 466

Geburtstag: 12. April 1978 (38)

CED: Noch ohne Diagnose....

Geschlecht: Männlich

Angehörige/r betroffen?: Nein

32

Dienstag, 9. Dezember 2008, 09:39

Hi Annalena,

hört sich ja prima an - wo hast du´s machen lassen? Uni Ulm? oder ambulant?

Lg
Stefan

Annalena

CK-Grünschnabel

Beiträge: 9

Danksagungen: 363

CED: keine?

Geschlecht: Weiblich

33

Dienstag, 9. Dezember 2008, 13:06

Hallo Stefan,

ich bin seit Beginn in der proktologischen Abteilung der Ulmer Uniklinik in Behandlung, der behandelnde Arzt erscheint mir sehr kompetent. Ich habe mich daher von ihm (stationär) operieren lassen.

Ach so...ganz vergessen, im Rahmen der OP wurde mir auch gleich die Fissur mittels Schleimhautlappen saniert, da diese den Abszeß genährt hat, außerdem wurde in diesem Zuge eine Vorpostenfalte entfernt.

Ende der Woche hab ich wieder einen Termin zur Wundkontrolle im KH, ich hoffe, dass der Heilungsprozeß zufriedenstellend verläuft.



Wie geht es Dir denn? Wenn ich Dich nicht verwechsel, dann hattest Du Schmerzen, deren Ursache kein Arzt ermitteln konnte???

dreamer 566

CK-Grünschnabel

Beiträge: 1

Danksagungen: 185

CED: seit 17 Jahren M. Crohn mit Fisteleien,etc.

Geschlecht: Weiblich

Angehörige/r betroffen?: Nein

34

Samstag, 4. April 2009, 04:54

Heilung von Analfisteln - ohne OP?

Analfisteln sind lästig, keine Frage. Ich habe gute Erfahrung mit Fadeneinlegen gemacht. Unter Vollnarkose bei der Colo (ohne wäre unangenehm bei einem Schub) wurden mir schon mehrmals Fäden eingelegt, damit der Eiter abfliessen kann, und ich muss daher sagen, hat eigentlich immer geklappt. Wenn man davon absieht, dass es unangenehm ist mit der Hygiene und den enormen Wasserkosten. Aber ich würde es jederzeit wieder machen.
Habe meinen MC seit 17 Jahren, mit Analfisteln und allem drum und dran. Mit Cortisontherapien und den Fäden habe ich bis jetzt OP`s vermeiden können. Bin jetzt 43 und habe mich mit meinem MC arrangiert. Seit 1 Jahr bin ich schubfrei und mir geht es gut. 5 - 10x Toilettengänge sind normal. Ich hoffe, ich konnte dir helfen, auch wenn schon einige Zeit vergangen ist. :daumenh: