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starless

CK-Grünschnabel

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1

Sonntag, 15. November 2009, 18:04

koplikationen bei stomarückverlegung eingetreten

hallo,mein freund hat seit 2 jahren MB.er wurde dann vor 1 jahr operiert,es gab fisteln und er bekam einen kümstlichen darmausgang.er sollte nach 6 monaten rückverlegt werden.da aber die entzündungen noch zu stark waren,wurde dies nun doch 1 jahr,bis zur rückverlegung.er wurde nun am donnerstag operiert,alles schien problemlos.am samstag nacht ekamer schmerzen und es wurde ultraschall gemacht.hier sah man,dass sich darminhalte im bauchraum befanden und die naht undicht sein musste.er wurde nun heute erneut operiert.es wurde vonm darm,welcher an der bruchstelle nicht mehr durchblutet war,wieder ein stück entfernt und nochmals vernäht.nun liegt er auf intensiv,hat starke schmerzen,obwolhl er schon höchstmedikamentiert ist.der arzt sasgte auf meine frage hin,wie oft es vorkommt,dass nähte nicht halten,dass es bei ihm erstmalig vorkam.

ich mache mir sorgen über den weiteren verlauf jetzt,denn der arzt meinte,würde es nun wieder nicht halten und aufgehen,müsste der bauch ganz geöffnet werden und wohl auch iweder ein künstlicher ausgang gelegt werden.wer hat erfahrung in dieser art und soetwas erlebt und kann mir dazu näheres sagen?

Ruthchen

Cröhnchen-Oberhaupt

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2

Sonntag, 15. November 2009, 19:19

Liebe Starless !

Bei meinem Schwager ist vor einigen Monaten genau das gleiche passiert.
Er wurde wegen eines bösartigen Tumors im Darm operiert und auch bei ihm hatte die Naht nicht gehalten.
Das war eine schlimme Zeit - Intensivstation, Schmerzen, er bekam einen künstlichen Ausgang.
Aber dann ging es stetig bergauf. Die neue Naht hielt und er hat sich nachdem die Entzündung aus dem Bauchraum abgeklungen war, wieder sehr gut erholt.
Hab nicht so große Angst, dass die Naht wieder aufgehen könnte. :troest:
Ein zweits Mal passiert das wirklich äußerst seten. Allein, weil die Ärzte dann erst recht alles daran setzen, dass soetwas nicht wieder passieren kann.
Die Androhung, dass dann erneut ein künstlichr Ausgang gelegt werden müsse, sollte euch jetzt erst einmal nicht so sehr belasten.
Der Darm müsste dann natürlich erst einmal wieder entlastet werden durch einen Ausgang, aber es wird ganz sicher kein 2. Mal geben !

Ich wünsche dir und deinem Freund alles Gute und drücke die Daumen, dass es ihm bald schon besser geht. :troest:
Liebe Grüße

starless

CK-Grünschnabel

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3

Sonntag, 15. November 2009, 19:31

endlich die erste antwort,fiebere hier vor mich hin.danke dir.

ich habe vorallem angst,weil der arzt jasagte,er hat ja morbus chron und so sind die darmwände nicht so stabil,wie bei einer normalen op am darm.ich habe bisher hier im forum keinen einzigen fall gelesen,wo etwas nicht gehalten hat.alle hatten glück mit der rückverlegung.



habe eben in der klinik angerufen,er schläft jetzt u nd die schmerzen sind zurückgegangen.aber immer noch bleibt die angst,es kommt nochmal was jetzt.schon vor 1 jahr be ider großen op ging was schief und er musste nochmal operiert werden,auch nach 3 tagen der ganze bauch wieder auf,weil es eine verstopfung gab und der darm dann ausgestreift werden musste.

und jetzt wieder pech mit 2. op.

ich trau mich gar nicht mehr zu hoffen,wir haben nur pech,weiss nicht,wie ich die nacht überstehen soll vor sorgen.ich hoffe,es kommen noch mehr aufmunternde worte und vorfälle,wo es auch passierte und dann gut ging

Udde

Stamm-Cröhnchen

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4

Sonntag, 15. November 2009, 21:29

Hallo Starless,




ich hoffe,es kommen noch mehr aufmunternde worte und vorfälle,wo es auch passierte und dann gut ging



ich selber hatte eine Woche nach einer Op (Stomaanlage) eine Darmperforation, weswegen ich erneut operiert werden musste.

Es ging mir zu dieser Zeit überhaupt nicht gut und ich mir fehlt eine ganz Woche; sprich, ich kann mich kaum an etwas erinnern, was nach der Notoperation war - aber wie Du siehst, ging es dann gut, denn ich bin wiedder hier.

Ich kenne dieses Gefühl der Hoffnungslosigkeit, da ich grundsätzlich aus einer geplanten Operation 2 gemacht habe. Aber ich habe es geschafft und Dein Freund schafft es auch! er ist jetzt unter dauerernder medizinischer Beobachtung, hat eine liebe Freundin, die für ihn da ist und das ist das Wichtgste.

Ich wünsche Deinem Freund gute Besserung und Euch ganz viel Kraft.

Lieben Gruß von Ute

Beutelratte

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5

Sonntag, 15. November 2009, 21:44

Hallo Starless,

dass es zweimal zu Komplikationen kommt ist wirklich selten. Ich bin ganz sicher, dass es dieses Mal gut geht. Natürlich dauert es bis die Entzündung im Bauchraum nun abheilt, aber es wird besser.

Die Ängste kenne ich auch sehr gut, hab das Ganze auch hinter mir, aber auch ich bin wieder hier , und ich freue mich darüber sehr.

Versuche wieder Mut zu fassen und freue Dich an kleinen Fortschritten. Dein Freund braucht Dich nun sehr und vorallem braucht er auch Optimismus, denn positives Denken

fördert auch den Heilungsprozess. Gib Euch beiden Zeit und auch den Ärzten. Eine Nahtinsuffizienz kann vorkommen !!!

Ich wünsche Euch beiden nun viel Kraft und ganz gute Besserung !

Melde Dich wieder, ja ?

Liebe Grüße Tina

Es ist schön, dass es immer wieder Menschen gibt, die einen trösten wenn man traurig ist
und motivieren weiter zu machen. :troest:

starless

CK-Grünschnabel

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6

Sonntag, 15. November 2009, 21:58

danke für eure a ufmunternden worte,das hilft mir sehr.auch euch weiterhin alles gute :thanks:

karldergrosse

CK-Gelegenheitsposter

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7

Montag, 16. November 2009, 13:43

Alles wird gut!

Hallo Starless,

keine Sorge, ist zwar dumm gelaufen, wird aber wieder.
Ich wurde sechs Tage nach meiner offenen Sigmaresktion nach hause entlassen.
Zu Hause angekommen musste ich feststellen, dass aus einem der beiden Drainagelöcher Stuhl austrat.
Es hatte sich von der undichten Darmnat bis zum Bauch eine Fistel gebildet.
Ich bin dann noch mal für drei Wochen mit künstlicher Ernährung eingefahren bis die Naht verheilt war.
Nun ist alles im Lot, ich esse und trinke was und wieviel mir schmeckt.
Den Chirurgen mache ich keinen Vorwurf, sie haben sicher den besten Job der Welt gemacht, hin und wieder besuche ich sie und wir lachen viel.
Deinem Liebsten viele Grüße und die allerbesten Wünsche!!!! :2daumen:

Grüße vom Karl

starless

CK-Grünschnabel

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8

Montag, 16. November 2009, 19:32

danke fürdie aufmunternden worte.ich mache auch den ärzten keinen vorwurf,der arzt war seehr nett und hat sich wirklich viel zeit für ein gespräch genommen.wir sind nur gebranntmarkt,denn vor einem jahr bei der großen OP,wo mehrere dick und dünndarmstücke entfernt,fisteln entfernt und das stoma dann gelegt wurde,kam es auch zu komplikationen und nach 3 tagen war not OP.der darm war lahm und musste ausgestreift werden,wieder auf mit dem bauch.nun,und jetzt dachte er,es ist nur ein kleiner eingriff und die freude,das stoma loszuwerden,was eben groß.er fühlte sich ja nach der op auch sehr gut,aber wieder am 3. tag dann not op.kla,rdenkt man da,wieviel pech kann man denn haben?

heute geht es ihm schon besser,er ist nicht mehr auf intensiv,aber noch sehr schwach und müde,ist mir immer wieder eingeschlafen und er bat mich dann erstmalig,zu gehen.war kein schönes gefühl,das hat er noch nie gemacht.alles ist ihm wohl zu viel.er hatte ganz dickgeschwollene hände (wasser?) und eine magensonde in der nase.die wurde leider auch beim 1. mal flasch verlegt,so dass er sich mehrmals übergab,bis sie diese wieder tzogen und richtig einführten.es bleibt ihm also nichts erspart.den ärzten aber vertraue ich schon.es ist einfach pech und schicksal.


ich habe gestern viel hier gestöbert und einige geschichten sind mir richtig nahe gegangen.

doch mir viel etwass auf,was ich noch fragen wollte:

viele von euch sagen,dass sie sich mit dem stoma viel wohler fühlten.erst nach der rückverlegung kamen dann probleme auf,so dass auch einige von euch dann das stoma zurückwollten.ist es wirklich so,dass es zu erwarten ist,dass sich mein freund dann schlechter fühlt,wenn es weg ist?

Udde

Stamm-Cröhnchen

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9

Montag, 16. November 2009, 20:35

Hallo starless,

schön, dass Dein Freund die Intensiv schon wieder verlassen konnte. Sieh es als Zeichen, dass es aufwärts geht.



viele von euch sagen,dass sie sich mit dem stoma viel wohler fühlten.erst nach der rückverlegung kamen dann probleme auf,so dass auch einige von euch dann das stoma zurückwollten.ist es wirklich so,dass es zu erwarten ist,dass sich mein freund dann schlechter fühlt,wenn es weg ist?



Ich gehöre zu denen, die froh über ihr Stoma ist; allerdings hatte ich auch eine andere Grunderkrankung.
Ob man nach einer Rückverlegung Probleme hat, hängt auch damit zusammen, weswegen man ein Stoma bekommen hat.

Bitte mach Dich deswegen nicht verrückt. Ich bin durch mein Stoma auch viel im Stoma-Forum unterwegs und kann Dir versicherne, dass es dort ganz viel Rückverlegte gibt, denen es nach der RV gut geht!

Weiterhin gute Besserung für Deinen Freund und Dir viel Kraft.


Lieben Gruß von Ute

Norbert

CK-Freak

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10

Samstag, 21. November 2009, 19:22

Hallo starless,

ich hatte im März eine geplante OP mit Entfernung eines Abzsesses und in der selben Ecke einer Stenose. Alles prima verlaufen bis ... ja bis nach 5 Tagen dann auf der anderen Seite der Darm durchbrach. Not-OP, 10 Tage Intensiv, Stoma am Dünndarm, Wasser in der Lunge. Kaum zu Hause hatte ich noch nen Abszess, der dann versucht wurde mit einer Drainage beizukokmmen. Die ging dann am Schraubverschluss kaputt ("Hatten wir ja noch nie"), das Ding wurde also - weil am Stück - wieder mit ner leichten Narkose erstzt. Dann kam - wieder OP - ne zweite Drainage. Klappte aber alles nicht. Wieder OP. Bauch auch wieder offengelassen, wie bei Not-OP auch. Wieder zu Hause, ist mit der Motor-Roller vor der Garage weggerutscht. Oberschenkelhalsbruch. Wieder ne OP mit Schrauben. Jetzt Anfang Oktober die Rückverlegung des Stomas (genau zu meinem Geburtstag gggg).

Dienstag fahre ich jetzt aus der AHB in Hessen nach Hause. Mir gehts wesentlich besser. Bin wieder bei Kräften und auch wieder guten Mutes. Du siehst, man übersteht ne Menge. Mit einem Partner an der Seite wird Alles allerdings wesentlich erträglicher. Bei so knüppelharten Sachen helfen auch ein paar Stunden Psychotherapie. Jedenfalls wurde bei mir wieder der Schalter umgelegt, dass ich wieder positiv denken konnte. Warum nicht nen Profi ranlassen, anstatt sich tiefer reinzureiten. Wie gesagt, es gibt immer eine Lösung. Man muss nur drüber reden und offen sein.

Hatte mir auch vorher einen Kopp über die Rückverlegung gemacht. Viele sagen in der Tat, dass sie mit Stoma eine bessere Lebensqualität haben. Das kann ich für mich nicht bestätigen, da es mir vorher soweit gut ging und GEORGE (interner Name für das Stoma) ja nur angelegt wurde, um zeitweise den Darm zu entlasten. Insofern fühle ich mich derzeit ohne Beutel besser. Nach der Rückverlegung war der Stuhlgang 2-3 Wochen etwas dünn, mit einer Frequenz von ca. 4 mal am Tag, hin und wieder auch einmal nachts. Mittlerweile (also 6 Wochen nach der Rückverlegung) ist die Frequenz auf ca. 2-3 mal am Tag und gelegentlich nachts auch einmal , gesunken. Ist also besser als ich anfangs erwartet hatte. Dieses Ileostoma (am Dünndarm) hat schon genervt. Musste ca. 12 mal am Tag und min 1 mal die Nacht raus.

Drück Euch jedenfalls die Daumen, dass es jetzt stetig aufwärts geht. Denke, dass die Docs - wie auch bei mir - bei diesen vorgefallenen Risiken schon ein zweites Auge drauf werfen und lieber jetzt auf Nummer sicher gehen. Liegt ja auch in euer aller Interesse.
Liebe Grüsse
Norbert
Je sorgfältiger man plant, desto wirkungsvoller trifft einen der Zufall.