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Landei

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1

Mittwoch, 13. Februar 2013, 08:37

Aberkennung GdB bei Widerspruch möglich?

Hallo Ihr Lieben,
ich brauche mal euren Rat bzw. eure Erfahrungswerte. Ich möchte gegen meinen neuen GdB-Bescheid Widerspruch einlegen, da ich der Meinung bin, dass der Einzel-GdB für Morbus Crohn zu niedrig angesetzt ist. Nun riet man mir davon ab, weil bei einem Widerspruch der Fall in die Hände eines anderen Sachbearbeiters gelangen könnte, der dann einen niedrigeren Gesamt-GdB vergeben könnte, als vor dem Widerspruch. Ist so etwas möglich, dass man, wenn man Widerspruch einlegt, evtl. einen niedrigeren GdB bekommen kann als im Bescheid vor Widerspruch? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich weiss nicht, ob ich jetzt Widerspruch einlegen soll oder es lieber lassen soll, um zumindest den GdB zu erhalten, den ich bekommen habe. Vielen Dank für eure Antworten.
Liebe Grüße, Yvonne

Jopi

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2

Mittwoch, 13. Februar 2013, 11:42

:wink: Landei, selbst wenn du einen anderen Sachbearbeiter bekommst, kann ich mir nicht vorstellen, dass der GDB nach Einspruch noch niedriger wird. Denn die Bearbeiter bewerten deine Einschränkungen anhand der ärztlichen Unterlagen und deiner Beschwerden ( hoffentlich hast du noch ein persönliches Schreiben dazugelegt, welche Auswirkungen du hast, Schmerzen, Toilettengänge, fehlende Darmteile, Nebenwirkungen der Medikamente ect.) deinen GDB. Und sie haben dazu diese Tabellen.
Ich würde ( und ich habe damals ) Widerspruch eingelegt. Ich musste zu einem Gutachter, dabei kam dann raus, dass meine Unterlagen zwar vollständig waren, aber keiner sie richtig :patsch: gelesen hatte. Ich hatte mir vorher alles genau aufgeschrieben und bin auch mit diesem Zettel in der Hand :smile: vor dem Gutachter erschienen. Man soll keine Angst haben vor denen :zwinker: , es sind doch Menschen wie du und ich. Schön wäre es natürlich, wenn es jemand bewerten würde, der eine CED hat, denn ein "normaler" Gutachter, weiß kaum, wie einschränkend so eine CED ist. Also nur Mut, du bist doch kein Bittsteller.
Viel Erfolg und LG
Sabine

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drachenstern (15.02.2013)

Kuschi

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3

Mittwoch, 13. Februar 2013, 16:27

Grundsätzlich ist es möglich, nach einem Widerspruchverfahren einen geringeren Grad der Behinderung vorzufinden. Bei guter Dokumentation des Leidens ist das aber selten der Fall.

Tipp: Langatmige Berichte werden kaum gelesen. Es ist wichtig, dass Dein Facharzt vorher (!) ein Attest schreibt, dass Deine Einschränkungen kurz und bündig, trotzdem eindrücklich, aufführt. Es wird dann meist der Attestierung des Facharztes gefolgt. Er soll z. B. schreiben, dass aufgrund ......... mindestens ein GdB von XX zu wählen ist ( Tabelle dazufügen )

Will der Facharzt kein solches Attest VORHER ausstellen, einfach erklären, dass man es bezahlt. Dann wird er sicher gerne zügig eines ausstellen.
Viele Grüße, Kuschi :smile:

Fritzihusi

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4

Mittwoch, 13. Februar 2013, 17:49

Hi Landei,
ich habe einmal einen Widerspruch eingelegt, mit Erfolg und ein paar Jahre einen Verschlimmerungsantrag+Widerspruch. Das hat dann auch jeweils zum Erfolg geführt. Wichtig ist auch ein "Jammerlappen" von dir. Es soll ja festgestellt werden inwieweit du im täglichen Leben eingeschränkt bist im Vergleich zu Gesundem in deinem Alter. Wie zum Beispiel: ich kann nicht ausgehen, brauche immer eine Toilette in der Nähe, du verträgst nur bestimmte Nahrungsmittel, hast ständig Schmerzen, bist immer müde, musst die und die Medikamente mit den und den Nebenwirkungen nehmen, psychische Belastung etc.und natürlich deine Berichte und die Stellungnahme eines Arztes der dich gut kennt. Bei mir hat das Amt die Ärzte um Stellungnahme gebeten, ich habe beim Widerspruch ausdrücklich darauf hingewiesen doch bitte den und den Arzt zu kontaktieren (den Arzt darüber vorher informiert), das hat dann auch super geklappt. Das wird zunächst meist nicht gemacht, obwohl man ja alle behandelnden Ärzte angeben muss (hat wohl wie immer Kostengründe!!).
Beim jeweiligen Widerspruchsverfahren wurde der Antrag an eine höhere Stelle geschickt, weil mir gesagt wurde, die Ärzte dort würden sich mit MC besser auskennen und den Zustand besser beurteilen.
Beim Widerspruch schauen die Ämter genauer hin, vorher wird nur grob geschaut. Also nur Mut!!
Fritzi
habe noch was vergessen: alle Krankheiten angeben, die du hast - der Grad der Behinderung wird dann aber nicht einfach summiert, sondern nach einem bestimmten Schlüssel errechnet Also nicht Crohn=40 und Rücken=20 macht 60 sondern meist zusammen 40 Die 50% wird eh ungern vergeben... :groehl:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fritzihusi« (13. Februar 2013, 17:56)


Fuckingelvis

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5

Donnerstag, 14. Februar 2013, 11:31

GdB

ich hab auch Widerspruch eingelegt, hab immer die Arztbriefe reingelegt und in der Kur bekam ich den Tip, immer einen persönl. Brief dazulegen, mit deinen persönl. Einschränkungen im tägl. Leben, das weiß nämlich kaum jemand, wie eingeschränkt man wirklich ist, wenn man Schmerzen hat oder einem immer Übel ist.Viel Glück, ich hab 50 gekriegt. Fuckingelvis

Landei

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6

Freitag, 15. Februar 2013, 07:45

Vielen Dank an alle, ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich so verfahren wird. Manchmal habe ich das Gefühl, auf dem Amt wird gewürfelt :groehl: bei der Vergabe des GdB. Ich kann mich wohl auch nicht beschweren, denn ich habe ja 50% bekommen, für 3 Jahre, danach erneute Überprüfung. Ich habe laut Tabelle auf den M.C. einen Einzel-GdB von 40 bekommen, finde aber, es wären min. 50-60 anzusetzen, weil ich wirklich jede Nach 2-3mal zum Klo hingehe. Ihr wisst ja, wie nervig das ist :verlegen: . Besonders an den Tagen, an denen ich am nächsten Morgen früh aufstehen muss und zur Arbeit, ist das echt heftig, weil man das Gefühl hat, man hat gar nicht geschlafen.

Ich dachte, es wäre sinnvoll, Widerspruch einzulegen, damit der Gesamt-GdB etwas höher angesetzt wird und bei Nachprüfung in 3 Jahren dann nicht sofort wieder unter 50 rutscht. Momentan habe ich jedoch Abstand davon genommen. Ich glaube noch immer, die Menschen auf dem Amt entscheiden je nach Lust und Laune, und wenn jemand Widerspruch einlegt, dann fühlen sie sich vielleicht noch auf den Schlips getreten. Ich kann auch irgendwie nervlich nicht mehr so wirklich, war jetzt innerhalb von 10 Monaten 3mal im Krankenhaus, im Januar jetzt leider auch mit OP. Ich möcht so gern mal Ruhe haben.

Wisst Ihr, inwiefern sich die Höhe des GdB auf einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente (Teilerwerbsminderung) auswirkt? Die habe ich nämlich zeitgleich mit dem Verschlechterungsantrag im Nov. 2012 beantragt, jedoch noch kein Bescheid. Ich glaube aber, das das klappen wird, denn sie haben noch nach Kontodaten und Hinzuverdienst gefragt. Das hätten sie doch bestimmt nicht getan, wenn sie hätten ablehnen wollen, oder?! :frag: Ich hoffe weiter und übe mich in Geduld.
Ich wünsch euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Yvonne

Jopi

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Fritzihusi

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8

Freitag, 15. Februar 2013, 18:47

Hi Landei,
der GDB hat nichts mit der Erwerbsminderungsrente zu tun.
Meiner Erfahrung nach muss man für die Rente oft hart kämpfen, Gutachter, Kur, Einspruch, nochn Gutachter (trotz Empfehlung der Kurklinik auf Zeitrente) ... :kotz: dann Zeitrente für 2 Jahre, dann hab ichs aufgegeben, Verlängerung wurde abgelehnt...habe einen gut verdienenden Mann...fertig, aus sonst wäre ich noch im Irrenhaus gelandet... :keks:
Da geht der Bürokratenspaß erst richtig los, will dich nur vorwarnen; oder bekommst du schon Rente???
Fritzi

Landei

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9

Samstag, 16. Februar 2013, 12:21

Hallo Fritzi,
ich habe im Nov. 2012 meine Teilerwerbsminderungsrente beantragt, zeitgleich mit dem Verschlechterungsantrag GdB. Ich habe bisher keinen Ablehnungsbescheid von der Rentenversicherung bekommen, im Gegenteil im Januar kam noch ein Schreiben mit der Bitte um Kontodaten. Vom Gefühl her, also wenn se hätten ablehnen wollen, denke ich, hätte ich schon längst den Ablehnungsbescheid. Nu hoffe ich natürlich, dass die Rente bewilligt wird - wenn auch befristet. Weiss nicht, wie lange das so im Schnitt dauert, hatte am 02.11.12 weggeschickt, also nunmehr bald 4 Monate um. Allerdings lagen ja Weihnachten und Neujahr dazwischen, und einmal musste ich ein Formular neu ausfüllen, weil ich das falsch gemacht hatte. Also heisst's, noch bisserl warten. Ist zwar net so schön, weil alles so zuermürbend, aber solange keine Ablehnung kommt, bin ich voller Hoffnung.
Das mit dem Widerspruch lass ich erstmal und werde je nach Krankheitsverlauf früher oder später einen Verschlechterungsantrag stellen. Wichtig ist ja auch, dass man mal zur Ruhe kommen kann, wo wir ja alle eh zu tun haben mit Arztbesuchen, Therapien und Behandlungen. Ich denke, jeder kann ein Lied davon singen. Da wäre ich mal richtig froh, mal eine Zeit Ruhe zu bekommen.
Wünsche allen ein schönes Wochenende,
liebe Grüße
Yvonne

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Fritzihusi (16.02.2013)