Ich glaube meinen Auslöser gefunden zu haben.

Anscheinend sollen MAP-Bakterien in Rohmilchkäse Morbus Chron auslösen können (siehe dazu auch meinen Beitrag in der Rubrik: Ernährung). Bei mir war es jedenfalls so, dass ich 2 Tage vor meinem ersten richtigen Schub besonders viel frischen Rohmilchkäse (Käseplatte) verzehrt habe (direkt aus der Region in den franz. Alpen, wo ich damals für ein Semester lebte).
Die Bakterien sollen anscheinend im Frühling und Herbst besonders stark auftreten. Ich denke auch, dass es nicht wirklich mit psychischen Faktoren zusammenhängt, eher mit der Immunabwehr oder z.B. solchen Bakterien.
Ausschnitt aus einem Bericht
http://www.animal-health-online.de/drms/rinder/mcrohn.htm
Eine spanische Untersuchung zeigt, daß
Morbus Crohn häufig von Juni bis August diagnostiziert wird (86). Hingegen erleiden
Morbus Crohn - Erkrankte häufig in Herbst und Winter einen Rückfall bzw. einen akuten Schub (44). Es stellt sich die Frage, ob dies mit einem saisonalen Auftreten von Mycobacterium (MAP) paratuberculosis in Milchprodukten zu erklären ist. Im Jahr 1996 belegte eine britische Studie, daß das M. paratuberculosis sowohl in Rohmilch als auch in pasteurisierter Konsummilch aus dem Handel mittels Polymerase - Kettenreaktion (PCR) nachzuweisen ist (25). In dieser Untersuchung wurden
insbesondere von Januar bis März und von September bis November häufiger Mycobacterien in Milchproben gefunden (25). Eine Vielzahl von Untersuchungen belegt, daß das bei Rindern bzw. in Milch gefundene Mycobacterium paratuberculosis so hitzeresistent ist, daß es eine Pasteurisierung bei 71 ° C und 15 Sekunden Einwirkdauer in der Molkerei infektionsfähig überlebt ( 25, 28 - 30, 32 - 34, 37, 106, 111) und auch in pasteurisierter Verkaufsmilchen nachweisbar ist (112). Offensichtlich ist der Erfolg der Pasteurisierung sehr vom Anfangskeimgehalt der Milch und der Einwirkdauer abhängig (37, Tab 1). Nach Sung und Collins (37) scheidet eine an Para - TB erkrankte Kuh 100 Millionen Mycobacterien / g Kot aus. So sind nach diesen Untersuchungen sehr häufig mehr als 10 Keime / ml Milch vorhanden, so daß die üblich Erhitzungsdauer von 15 Sekunden nicht ausreicht. Es kann nur mit einer Keimreduzierung gerechnet werden (33). Das Homogenisieren der Milch vor dem Pasteurisieren verbessert die Keimreduktion (106). In Australien gelang es sogar MAP aus Milch anzuzüchten, die für 15 Sekunden auf 82 ° erhitzt wurde (34). In des Bundesrepublik wird entsprechend der Milchverordnung (80) für 15 - 30 Sekunden auf 72 - 75 ° C erhitzt. Unter diesem Aspekt erscheinen Rohmilch und
Rohmilchkäse von Rindern, Schafen und Ziegen (113), die von Einzelbetrieben vermarktet werden, als besonders risikobehaftet. Hier können große Mengen MAP über Rohmilch und
Rohmilchkäse direkt an den Verbraucher gehen, da der Verdünnungseffekt und das Pasteurisieren durch die Molkerei entfällt. MAP überlebt 28 Tage in Emmentaler, 45 Tage in Tilsiter, 60 Tage in Frischkäse (94). Wissenschaftler der Forschungsanstalt für Milchwirtschaft (FAM) der Schweiz konnten MAP selbst noch nach 120 Tagen aus Emmentaler- und Tilsiter-
Rohmilchkäse isolieren (95). Tschechischen Wissenschaftlern ist es gelungen, MAP auch von Gemüse (Salat, Rettich, Tomaten) zu isolieren, welches auf experimentell mit MAP infizierten Böden aufgezogen wurde. Die Ergebnisse skizzieren einen Infektionsweg über Gülle und Mist, die als Dünger im Pflanzenbau genutzt werden (124).
In den britischen Medien überschlugen sich die Meldungen. Britische Milchverarbeiter sahen sich genötigt, im Internet Sonderseiten zum Thema zu verbreiten, um besorgte Verbraucher zu informieren. Morbus Crohn Patienten wird nunmehr empfohlen nur noch UHT - Milch (H - Milch) zu konsumieren, die auf 130 ° C erhitzt wird. Milchverarbeiter wie Tesco und Sainsbury verlängerten die Erhitzungsdauer der Milch. Die britische Regierung hat sich nunmehr zu einer landesweiten Überprüfung von Milch entschlossen (78).
Um kurzfristig den Verbraucherschutz zu verbessern, sollte innerhalb der milchverarbeitenden Industrie die Erhitzungsdauer bei der Pasteurisierung von Kuh -, Schaf - und Ziegenmilch erhöht werden. Rohmilch und Rohmilchkäse müssen unbedingt als solche gekennzeichnet werden, da hier mit den höchsten Keimgehalten zu rechnen ist. Nur so können Risikogruppen (Morbus Crohn - Patienten und Angehörige von "Morbus Crohn - Familien) diese Produkte meiden.